2
binnen vier Wochen dahier anzuzeigen und gehörigen Orts geltend zu machen, widrigenfalls bei der Veräußerung der Grundstücke dieselben als unbestrittenes ausschließendes Eigenthum des dermaligen Besitzers behandelt werden, und die Verkaufsurkunde darüber ausgefertigt und bestätigt werden wird.
Gießen den 28. December 1838.
Großh. Hess. Stadtgericht. Müller.
1464) Alle Diejenigen, welche an den Nachlaß des Bäckers Adam Schäfer dahier aus irgend einem Grunde Ansprüche haben, werden aufgefordert, dieselben im Termin,
Donnerstag den 10. Januar 1839, Morgens 9 Uhr, dahier anzuzeigcn und gehörig zu begründen, widrigenfalls bei der Erbvertheilung keine Rücksicht darauf genommen wird.
Gießen den 12. Decbr. 1838.
Großh. Hess. Stadtgericht.
Müller.
Versteigerungen.
1321) Auf Ansuchen der Erben des verstorbenen Schneidermeisters Balthasar Gotthardt dahier, soll Montag den 7ten Januar 1839, Nachmittags 2 Uhr
150 Klafter oder 44 Rth. Garten unter den neuen Eichen, giebt 27 Alb. Zins der Stadt Gießen,
öffentlich an den Meistbietenden auf dahiesigem Rathhaus versteigert werden.
Gießen den 9. November 1838.
Großherzogl. Hess. Stadtgericht.
Müller. '
1492) Fruchtversteigerung bei dem Rentamte Gießen.
Montag den 7. Januar 1839, Vormittags 10 Uhr, werden
50 Malter Warzen,
350 „ Korn,
150 „ Gerste und
250 „ Hafer
auf dahiesigem Rathhause unter den bekannten Bedingungen versteigert.
Gießen den 22. December 1838.
Der Großh. Rentamts-Vicar.
G. Leichtweiß.
2) Jeden Nachmittag um 4 Uhr sollen die Holzspäne und der Abfall von den Zimmerarbeiten am Colleggebäude, an die Meistbietenden,
gegen gleich haare Bezahlung, ans dem Brand versteigert werden.
Gießen den 2. Januar 1839.
H o f m a n.
13) Iagdverpachtung im Revier Schiffenberg.
Freitag den 11. Januar 1839, Vormittags 10 Uhr, soll im Gasthause zum Einhorn dahier die herrschaftliche hohi^und niedere Alleinjagd in der Gemarkung in linden auf weitere 10 Jahre öffentlich Machtet werden. — Es können nur bekaHite rechtliche Leute als Jagdpächter zugelassen Merden, von denen eine vorschriftsmäßige Bergung der Jagd zu erwarten steht; keine solche, J>te -sich bereits Jagdvergehen schuldig gemacht Häven, keine Fisch-, Krebs- oder Waldfrevler, keine Leute ohne Vermögen oder solche, die durch die Jagd ihr Gewerbe vernachlässigen und in ihrem Nahrungsstande zurückkommen würden. Diejenigen Pachtliebhaber, deren Qualification hiernach nicht notorisch vorliegt, haben sich deßhalb bis zum Versteigerungstermin bei dem Unterzeichneten genügend auszuweisen.— Nachgebote werden nicht angenommen, sondern der Zuschlag sogleich ertheilt, wenn der Abschätz- uugspreis erreicht wird.
Gießen am 31. Dezember 1838.
Der Großh. Forstinspector Heyer.
1483) Donnerstag den 10. Januar 1839, Nachmittags 2 Uhr, sollen auf dahiesigem Rathhause nachbenannte, zum Nachlaß der verstorbenen Frau Kirchensenior Koch gehörigen, Grundstücke unter den im Versteigerungstermin bekannt gemacht werdenden Bedingungen öffentlich meistbietend versteigert werden, als:
Gemarkung Gießen.
273 Ruthen Wiesen hinrerm Schiedgraben, in 2 Parzellen, an den Herrnwiesen;
Gemarkung Wieseck.
212 Ruthen Wiesen an der Wieseck, neben Wilhelm Lang und Johs. Steinberger zu Gießen;
230 Ruthen Wiesen vor den Herrnwiesen, neben Friedr. Lony und Phil. Loos zu Gießen.
Gießen den 27. Dezember 1838.
Dr. Sundheim.
2) Am Mittwoch den 9. Januar 1839, Vormittags 11 Uhr, sollen auf dem Königlichen Speicher zu Wetzlar, die daselbst befindlichen Fruchtvorräthe, bestehend in:
circa 148 Scheffel Roggen . „ 26 „ Hafer,
ferner die Vorräthe auf dem Spelcher zu Gleiberg, bestehend in:


