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sondern im Gegentheile, die Schmerzen wurden zeitweise heftiger und stiegen aufs höchste. Erst nach dem Genuß des 16. Bades fühlte ich zu meiner großen Freude, daß das liebet im Ab, nehmen war. Von da an nahm nun auch mein Gesundheitszustand mit jedem Tage merklich zu, so daß ich, nachdem ich 28 Bäder genommen hatte, mich völlig hergestellt fand. Gott, und Demjenigen, der eine so heilsame Anstalt ins Leben gerufen hat, vielen Dank! —
Vorstehendes zur öffentlichen Kenntniß zu bringen, fühle ich mich innigst verpflichtet, indem die Einrichtung und Anwendung dieser Bäder, so wie deren heilsame Folgen und die damit verbundene lobenswerthe Behandlung der Badegäste, jedem Leidenden nicht genug empfohlen werden können.
Darmstadt im September 1838.
Charlotte Lombard, Ludwigsstraße bei Hrn. Buchbinder Büchler.
602) Der Unterzeichnete beehrt sich, ergebenst anzuzeigen, daß er das Gasthaus
„zum Nassauer Hof"
dahier übernommen hat, und empsiehlt sich, unter Versicherung der billigsten Behandlung, allen resp. Reisenden bestens.
Frankfurt a/M. den 27. April 1839- Wilhelm Rind.
580) Ein Kinder-Wagen, in Federn hängend, wird zu kaufen gesucht; von wem? ist bei Ausgeber dieses Blattes zu erfragen.
612) Neue Sopha's mit Stahlfedern und Roßhaaren gut gepolstert und schön gearbeitet, sind zu vermietheu oder zu verkaufen bei Marguth
an der Kirche.
578) Bei dem Unterzeichneten können etliche junge Leute, welche eine annehmbare Hand schreiben, Beschäftigung erhalten. Metzler, Geometer.
590) Lndwigsbad zu Darmstadt.
Nachdem ich in dem hiesigen Ludwigsbade die s. g. Russische Wasserdampf-Badeanstalt, verbunden mit kaltem Strahl-, Sturz- und Regenbade, einige Zeit gegen rheumatische Beschwerden mit dem besten Erfolge gebraucht habe, bringe ich mit Vergnügen meine, bei dieser Gelegenheit gewonnene Ueberzeugung zur öffentlichen Kenntniß, daß dieses Unternehmen des Herrn Hofchirurgen Warthorst sehr zweckmäßig, bequem und geschmackvoll eingerichtet ist.
Darmstadt den 2. April 1839.
Dr. Ritgen, Gr.Hess. Geh. Medicinalrath und Prof. d. Medizin.
Im Jahre 1819 bekam ich einen heftigen Anfall von Gicht, der vier Monate dauerte, und in Folge dessen meine linke Hand steif und unbrauchbar blieb. Ein weiterer Gichtanfall, der mich vor zwei Jahren befiel, und ebenfalls vier Monate dauerte, raubte mir auch den vollständigen Gebrauch der rechten Hand. Ich gebrauchte hierauf das Dampfbad des Hrn Hofchirurgen Warthorst. Rach etwa 18 Bädern erhielt ich den Gebrauch der linken Hand wieder, die rechte hatte sich sehr gebessert, und ist nun, nachdem id) in diesem Frühjahr den Gebrauch der Dampfbäder wieder angefangen habe, ebenfalls vollständig wieder hergestellt. — Ueberhaupt wirkt das Dampfbad bei alten Leuten höchst woblthätig, weil es dem Körper die frühere Gelenkigkeit wiedergiebt. Auch auf die Verbesserung und Stärkung meiner Augen war das Dampfbad von so auffallend heilsamer Wirkung, daß ich meine frühere Brille, welche für meine Augen zu schwach wurde, jetzt wieder gebrauchen kann.
Diese an mir selbst erprobten Wirkungen des Dampfbades zu veröffentlichen, halte ich für eine Pflicht gegen alle Diejenigen, die an ähnlichem liebel leiden und Hülfe dagegen suchen.
Darmstadt den 11. April 1839.
t du Hall, Obrist.
Schon seit anderthalb Jahren litt ich an Kopfgicht, welches liebel sich namentlich im letzten Winter wieder so stark bei mir einstellte, daß ich den heftigen Schmerzen unterliegen zu müssen glaubte. Alle ärztliche Hülfe und angewandte Mittel blieben ohne Erfolg und meine Lage war die schrecklichste! An der Grenze der Verzwerf- lung nahm ich dann meine .letzte Zuflucht zu den dahier von Herrn Hofchirurgen Warthorst eta- blirten Dampfbädern. In den ersten 28 Tagen, wo ich diese Bäder gebrauchte, fand ich indessen nicht die gewünschte Linderung meiner Krankheit,
Hierzu eine Beilage.
575) Ein Mädchen vom Lande, welches kochen kann, mit Kühen umzugehen weis und> mit auten Zeugnissen versehen ist, kann in der Rahe von Gießen einen guten Dienst erhaltent und sogleich eintreten. Die Redactton dieses Blatt ertheilt nähere Auskunft.
609) Am 1. Mai ist von dem Wallthor bis in die Sonne ein kleines Päckchen in blauem Papier mit der Adresse "Fräulein M. Seidel m Lich'„ verloren worden. Der redliche Finder wird gebeten, solches gegen eine Belohnung int Hause beö Herrn Dr. Völker abzugeben.


