Ausgabe 
1.6.1839
 
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Hierzu eine Beilage.

708) Der Unterzeichnete benachrichtiget das Publikum von Gießen und der Umgegend, daß

^n^unt I- an der Preis des Schwal- heimcr Mineralwassers für den ganzen Krug auf 4 fr., für den halben Krug dagegen auf 31/ fr. ertMtgt worden und solches stets von frischer Füllung zu haben ist bei

($. Trapp Gießen am 31. Mai 1839.

706) Der Unterzeichnete beehrt ssch hiermit, seine Geschäftsfreunde zu benachrichtigen, daß er seinen Sohn, Herrmann Pugge, als Theilneh- mer seines Geschäfts mit gleicher Berechtigung angenommen hat, und daß sonach dieses Ge­schäft jetzt auf seinen und seines Sohnes Namen Mit der FirmaHermann Pugge 6s Sohn" fortgeführt werde. v

Gießen den 31. Mai 1839.

Hermann Pugge.

709) Höfliche Einladung.

Da man in der gegenwärtigen schönen Jah­reszeit wieder den Besuch auswärtiger Ver-qnü- gungsorte vorzieht, so erlaube ich mir, ein ver- ehrliches Gießener Publikum hiermit zu einem gefälligen Besuche meiner dahier in den schön gelegenen Ruinen Staufenbergs errichteten Wirth- schaft höflichst einzuladen. Außer verschiedenen remgehaltenen Weinen schenfe ich auch ächt Baie- nsches Lagerbier und werde dafür Sorge tragen, daß auch hinstchtlich guter Speisen meine verehe­lichen Gäste zufrieden gestellt werden.

Staufenberg am 30. Mai 1839.

S t i n g e l.

696) Geschaftslocal-Werlegmrg.

Wir machen hiermit die ergebene Anzeige, daß wir unfern seitherigen Laden aus dem Jung'schen in das an der Schloßgasse gelegene Lindssche Haus verlegt haben, und empfehlen uns mit unfern bekannten Ellen- und Stickerei- Waaren, unter Versicherung billig gestellter Preise und sorgfältigster Bedienung, zu ferner geneigtem Zuspruch.

Gebrüder Heß,

Lit. A M 193.

696) Es wird ein Lehrling gesucht, der sich zu der nieder» Chirurgie ausbilden fann, wo auch Kost und Logis billig gegeben wird. Wo? erfährt man in der Expedition dieses Blattes.

721) Fahrgelegenheit.

Die Unterzeichneten bringen zur allgemei­nen Kenntniß, daß sie sich, wegen häufig vorgefallener Beschwerden über die vielen Unbe­quemlichkeiten der Friedberger Familienwägen, von dieser, zwischen Gießen und Frankfurt bestan­denen Gesellschaft getrennt und nunmehr mit ihren für Reisende, ganz besonders bequem ein­gerichteten Familienwägen mit guten Pferden jeden Tag, Morgens um 5 Uhr, in Gießen vom Gasthaus zum Einhorn abfahren, Vormittags um 9z Uhr im Gasthaus zu den 3 Schwerdtern in Friedberg und Nachmittags um 3 Uhr im Gasthaus zu den 3 Reichskronen in Frankfurt a. M. ankommeu, so daß die verehrten Reisenden, sowohl von Gießen und der Umgegend, als auch diejenigen, welche Tags zuvor mit ihrem von Marburg kommenden, hiermit genau in Ver­bindung stehenden Familienwagen ihre Reise in einem Tag von Gießen über Butzbach, Fried­berg, Vilbel, Frankfurt bis Darmstadt rc. zu­rücklegen und ihre Reise sogar auf die be­quemste und billigste Weise bis Heppenheim und in den ganzen Odenwald fortsetzen können, indem diese Wägen mit jenen in An- und Abfahrten stets übereinstimmend treffen. Die Abfahrt in Frankfurt erfolgt jeden Tag Morgens um 8 Uhr. Preis bis Frankfurt ä Person 1 fl. 24 fr. Aufträge können sowohl im Gasthaus zum Ein­horn, als auch bei Kutscher W. Rühl dahier ab­gegeben werden.

Gießen den 1. Juni 1839.

W. Rühl. Wagner.

707) Es hat sich seit ohngefähr 3 Jahren gegen eine meiner Töchter ein falsches Gerücht verbreitet, welches aber gänzlich erlogen ist. Gottes Allmacht hat gewacht, daß es an den Tag gekommen ist. Es hat sich nämlich eine schlechte Person für meine Tochter ausgeqeben; jene ist aber vor ohngefähr 14 Tagen dahier ge- fänglich eingeliefert und sodann an die zustän­dige Gerichtsbehörde zur Untersuchung abgegeben worden, welches ich schuldigst, um meiner Familie die Ehre zu retten, zur allgemeinen Kenntniß bringe. Wenn sich fernerhin Lästerzungen ehrenrühriger Aeußerungen gegen meine Familie bedienen, so werde ich klagend bei Gericht auftreten.

Gießen den 31. ffltai 1839.

PH. Kattrein. Knopfmacher - Meister.

723) 9 hat das Nähtischchen gewonnen.

Justus Franz.