218
977) Ich mache hiermit einem vcrehrungswür- digen Gießer Publikum die ergebenste Anzeige, daß bei mir für den bevorstehenden Winter jeden Tag warme Zimmer anzutreffen sind. Zugleich bemerke ich, daß nicht nur guter Apfelwein, sondern auch verschiedene Sorten gute Rhein - Weine, so wie auch eine geringe Sorte pr. Maas 36 fr., bei mir zu haben sind.
Wieseck im Oft. 1835. Carl Kliebe.
980) Ich verfehle nicht, meinen Freunden und Gönnern bekannt zu machen, daß ich nunmehr in der Hintergasse wohne und mein Geschäft in Hinsicht der Wirthschaft und Kieferey, nach wie vor sortbetreibe, daß ich außerdem noch Krugbier und guten Oostcssig verkaufe. Ferner habe ich auch 2 Logis mit oder ohne Möbel zu vermiethen. Auch bin ich gesonnen, überflüssige Möbel, wie Sopha, Bettladen, Kartoffelmühle, Fässer und sonstige Geräthschaften, den 27. d. M. Mittags um 1 Uhr in meiner früheren Wohnung auf der Mäusburg gegen gleich baare Zahlung versteigern zu lassen. Ludwig Schneider.
987) Bei dem Unterzeichneten sind 5 schöne tabe- zirte und gut möblirte Stuben, mir Sopha'ö versehen, zu vermiethen.
Zugleich verbindet er hiermit die Anzeige, daß Doa's in verschiedenen Sorten, Reise- und Schlafröcke mit gutem Pelz gefüttert, Pelze zu Mäntelkrägen und zu Rockbesatzung in schöner Auswahl, gut gefütterte Fußsäck., gefütterte und nicht gefütterte Handschuhe, alle Arten Mützen nach der neuesten Facon, unv alle in sein Fach rinschlagenden Artikel, stets vorräthig und auf besondere Bestellung alsbald zu haben sind.
Indem ich neben reeller Bedienung die möglichst billigsten Preiße stellen werde, hoffe ich, mich eines recht zahlreichen Zuspruchs erfreuen zu dürfen.
C. Schultheis I., wohnhaft an der Kühgasse.
984 ) Butzbacher Nachkirchweib Kommenden Sonntag Nachmittags um 3 Uhr nimmt die Nachkirchweihe mit Harmonie - und Tanzmusik durch die Wetzlarer Schützen-Musik, in dem Saal des Unterzeichneten ihren Anfang, wozu ich das tanzlustige Publicum ergebenst einlade.
Butzbach den 23. Oft. 1835. A. Jontz
im Hessischen Hoi.
991) Ich zeige hiermit an, daß ich auch in diesem Winter Ocfen aufsetze und ausputze.
Maurermeister Justus Jt'ann.
Bücher-Auctlotts-Anzeige.
992) So eben ist erschienen und durch die I. Rickersche Buchhandlung, Journalträger Ph. Vogel, und Antiquar S. K. Worms, welche auch sammtlich Aufträge annehmen, gratis zu erhalten.
derlei eh ni»s von ßiirljcrn aus alle» Fächern, welche Montag den 11. Januar 1836 und die darauf folzenden Tage dahier öffentlich n, e i st b i e t e n d, gegen gleich baare Zahlung versteigert werden sollen. Gießen 1835.
(Das Local wird später bekannt gemacht werden.) Die kleine Auflage dieses CatalogeS erlaubt keine allgemeine Versendung, weshalb ibn Diejenigen, welche ihn zu erhalten wünschen, von einem der Obengenannten verlangen wollen.
996) Anzeige für Juristen.
In meinem Verlage erschien kürzlich:
Zeitschrift für Livitrecht und Process. Herausgegeben von Linde, Marezoll, von Schröter. 9n Bds. 1s Heft. Preis des Bandes von 3 Heften gr. 8. brochirt fl. 3. 38 fr.
Inhalt dieses Hefts:
! Neber die Gerichtszuständigkeit bei demRechts- mittel der Appellation. Von Linde. II. Sind einzelne Verbesserungen an einer bestehenden Gesetzgebung unbedingt für fragmentarische Versuche und beßwegen für schädlich zu erkennen? Von Dr. W. H. Puchta, Landrichter in Erlangen. III. Findet zum Beweise der Ehescheidungs-Ursachen die Ei, dcsdelation statt? Von Dr. Uihlein, Hofgcwichts- advocat in Heidelberg. IV. Zu der Lehre von den Vermächtnissen. Von Marezoll. V. lieber stillschweigende Novation. Von Dr. Sinterns, Obcrappella- tions-Advocat in Zerbst.
Die früheren 8 Bände dieses in der juristischen Literatur als wahrhaft ausgezeichnet, allgemein aiierkanntcn Werks — das bei keinem mit der Wissenschaft fortschreitenden Juristen vermißt werden sollte — sind fortwährend durch alle Buchhandlungen zu dem Ladenpreis von fl. 28. 48 fr. zu erhalten.
Ferner erschien in meinem Verlage: Puchta, Dr. W. H. (Landrichter in Erlangen), über die gerichtlichen Klagen, besonders in Streitigkeiten der Landeigcnth ümer. gr. 8. 4 fl. 30 fr.
Dies Werk aus der Feder eines berühmten Praktikers hat bereits die verdiente Anerkennung im juristischen Publikum gesunden, und glaube ich nur auf die ausführliche und überaus günstige Recen- sion in Nro. 25 der Jenaer Littcratnr - Zeitung von 1835 hindeuten zu müssen.
Giessen im Oktober 1835.
B. E. Ferber.
Hierzu eine Beilage.


