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971) Königs. Sächs. conf. Lebensversiche, rungs-Gesellschaft zu Leipzig degimtt nach ei­nem fünfjährigen Wirken am 1. Januar 1836 mit Auszahlung der ersten Dividende an ihre lebensläng­lich versicherten Mitglieder, und wird damit alljähr­lich fortgefahren. Die Zurückerstattung dieses Erspar, nisseS wird den Mitgliedern eine namhafte Erleichte­rung bei Entrichtung fernerer Beiträge gewähren, und deutlich beweisen, in welchen günstigen Verhältnißen diese Anstalt sich befindet.

Indem ich nicht verfehle, einem geehrten Publicum solches bekannt zu machen, wiederhole ich an alle Die- jenigen, welche für das Wohl der Ihrigen besorgt sind, die Aufforderung, einem Vereine beizutreten, der durch das Band der Gegenseitigkeit, seine Verwaltung und seine verordnete immerwährende Controle durch den Magistrat zu Leipzig-, die vollständigste Garantie dar, bietet, um durch verhältnißmäßig geringe Ersparnisse Gattin und Kinder vor Kummer und bitterer Röth zu bewahren, wenn der oft unerwartete Lod den Ernährer abruft.

Zu weiterer Auskunft, unentgcldlicher Verabrei­chung der Statuten und zur Annahme von Versiche- rungsanträgen ist stekS mit Vergnügen bereit.

Gießen im Octobr. 1835.

Heinrich Balser Agent der Gesellschaft.

945) Sicheres und in seiner Anwendung ganz einfaches Mittel, weißen, grauen und ge­bleichten Haaren, in kurzer Zeit, eine schöne dunkle Farbe zu geben.

In Folge der Genehmigung von Seiten einer ho­hen Landeödirection zu Dresden-, so wie der Medizi, nalbchörde zu Berlin, erlaubt sich Endesuutcrzeichne- ter auf dieses neue, aus Pflanzenstoffen zusammenge­setzte und durchaus unschädliche Mittel, aufmerksam zn machen, durch welches bei richtiger Anwendung die Kopfhaare, die, sey es durch Alter oder durch Krankhei­ten, grau oder weiß geworden sind, in Zeit von we­nigen Wochen, eine schöne natürliche dunkle Farbe erhalten. Zugleich wird durch da's Mittel die Haarwurzel gestärkt und somit der Haarwuchs bedeutend befördert.

Die Genehmigung der Behörden zum Verkauf und die Atteste hoher und achtnngswertber Personen, von denen einige bereits mitgetheilt sind, sprechen wohl empfehlend genug für dieses in seiner Art einzige Mit­tel , wovon das Flacon zu 1 Rthlr. 8 ggr. allein ächt zu haben ist, bei E. Frech in Gießen.

Unter vielen, erlaube ich mir nachstehende 2 neue Zeugnisse, welche neuerlich wieder über die vortreff­liche Wirkung der Haartinctur eingegangen sind, zu veröffentlichen.

Die Färbetinctur des Hrn. Leonhardi hat mir n wider mein Erwarten, ausgezeichnete Dienste geleistet, und meinen Haaren im Verlauf von wenigen Wochen die frühere dunkle Farbe voll- ff kommen wieder gegeben, ja sogar auch den Haarwuchs selbst befördert. Auf Verlangen nehme ich keinen Anstand, dies zur Empfehlunz dieses Mittels zu bezeugen.

Prag den 29. Juli 1835.

Freyherr von Angern, K. K. Oestreichischer Hauptmann außer Dienst."

v Herr Kaufmann Leonhardi hier übergab mir 1 >f Flaschen seiner von ihm erfundenen Haartinctur , zur Untersuchung, diesem Auftrage gemäß habe , ich diese Tinctur sorgfältig geprüft, und gefunden:

A.) daß dieselbe durchaus keine der Gesundheit , nachtheilige Substanzen, wie man sie wohl in , andern Recepten zur Färbung der Haare vor- , geschrieben findet, enthalte;

iS.) daß ihr färbendes Princip nicht nur ein , vegetabilisches und mithin unschädliches, sondern -auch allen billigen Erwartungen vollkommen ent­sprechendes sey. Freiberg den 1. August 1835.

Wilhelm Aug. Lampadius, Königl. Sächs. Bergkommissionsrath, Prof, der Ehemie, Ritter ic.

949) Der Unterricht in der Knabenschule des Unterzeichneten beginnt wieder Dienstag den 10. d. M. Morgens 8 Uhr in feiner Wohnung bei Hrn. Putz­macher Hedterrich am Kirchenplatze. Plan und Bedin­gung liegen vor. Den Unterricht in der französi­schen Sprache wird Hr. Candidat Stein wie bisher eriheilen. I. Happel,

cand. theöL

964) Der Unterzeichnete bringt hiermit zur Nach, richt, daß er die Wirthschaft von seinem Schwieger­vater Ludwig Schneider übernommen habe und die­selbe gewiß zur Zufriedenheit seiner verehrten Gäste fortbetreiben wird.

Ferner ist bei mir zu haben: Krugbier und guter Essig. L. Schmid t.

950) Der Krautschneider Joseph Rüdiger aus Tyrol kommt den 30. Okt. hier an und bittet, Bestellungen im Darmstadter Hause abzugeben.

963) Einem jungen Manne, welcher schon bei einem Nentbeamten beschäftigt war und sich im Rech, nungswesen neuerer Art Kenntnisse erworben hat, wird zu einem, seinen Fähigkeiten und Leistungen an­gemessenen Verdienste Gelegenheit geboten.

Bei Ausgeber dieses Blattes ist das Nähere zu erfahren. Gießen den löten Okt. 1835.

Hierzu eine Beilage.