Ausgabe 
14.2.1835
 
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9 Ubr anberaumten Termin zum Versuch der Güte in Selbstperson zu erscheinen oder durch gehörig Be­vollmächtigte sich vertreten zu lassen, indem sonst angenommen wird, sie wären dem Beschluß der Mehr­heit der erschienenen Gläubiger bcigetreten. Sollke aber kein Vergleich Statt finden, so haben dieselben ihre Foderungen so gewiß an- und auszuführen, auch die Gründe, worauf sie etwaige Vorzugsrechte stützen wollen, anzugeben, als sie sonst mit ihren Fodernn- gen ohne weiteres Präclusivdecret von der Masse ausgeschlossen werden und beziehungsweise angenom­men wird, die Location der Foderungen wäre dem Ermessen des Gerichts überlassen worden. Sodann haben sich die Gläubiger in dem bestimmten Termin so gewiß über die Bestellung eines Kurators zu er­klären, als sonst ein solcher von Gerichtswegen be­stellt werden wird. Bemerkt wird noch, daß zur Ver­keilung unter die bis jetzt bekannten nicht privilegir- ten Gläubiger, deren Foderungen 1585 fl. 2 fr. be­tragen, nach dem aufgenommenen Vermögensverzeich- niß nur 217 fl. 29 fr. übrig bleiben.

Gießen den 7. Januar 1835.

Großherzoglich Hessisches Stadtgericht. Müller.

89) Oeffentliche Vorladung. In der bei dem unterzeichneten Geruhte anhängigen Rechtssache des Schneiders Heinrich Seip aus Ockershausen, Klä­gers, wider die Elisabeth Hahn aus Schönstabr, Ver­klagte, wegen Trennung eines Ehevertöbniffes, wird der Letzteren hierdurch ausgegeben, ihre Vernehm­lassung auf die ihr bereits mitgethcilte Klage durch einen hiesigen von ihr gehörig zu bevollmächtigenden Obergerichtsanwalt binnen 8 Wochen dahier einzurei­chen, widrigenfalls sie zu gewärtigen hat, daß in ihren Ungehorsam, nach dem Klagantrage, und weiter w. R. ist, erkannt werden wird.

Marburg am 17. Januar 1835.

Kurfürstliches Obergericht der Provinz Oberhessen, Civilsenat.

Meyerfeld.

Versteigerungen.

135) Montag den 30. März d. I., Nachmit­tags 2 Uhr, soll auf dahiesigem Rathhaus int Wege der Hülfsvvllstreckung die der Heinrich Traudten Wittwe dahier zustehende Hofraithe:

l4/129 11,7 [] Klftr. Haus mit Stallung und Grund an Joh. Melchior Frech, L. S., giebt 7 fr. 3 Pf. dem Eameralfiscus,

unter den im Termin bekannt gemacht werdenden Be­dingungen öffentlich versteigert werden.

Gießen den 10. Februar 1835.

Großhcrzoglich Hessisches Stadtgericht.

M ü l l e r.

134) Dienstag den 17. d. M., Nachmittags 2 Uhr, sollen auf dahiesigem Rathhaus:

50 Ellen schmalflächsen rohes Leinentuch,

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58 n h n und

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an den Meistbietenden versteigert werden.

Gießen den 9. Februar 1835.

Großherz. Hessisches Stadtgericht. Müller.

'137) Naturalienversteigerung bei dem Rentamt Gladenbach.

Freitag den 20. Februar l. I., Vormittags um 10 Uhr, werden in dem Gasthaus zum Blankenstein dahier

35 Malter Korn und

200 Hafer

öffentlich an den Meistbietenden versteigert und bei annehmbaren Geboten der Zuschlag sogleich ertheilt.

Gladenbach am 6. Februar 1835.

Großherzvgl. Hess. Rentamt daselbst.

v. Gehren.

140) Künftigen Donnerstag den 19. d. M., Vor­mittags 9 Uhr, sollen auf hiesigem Rathhause Mau­rer-, Weisbinder-, Schreiner-, Fuhr- u. Taglöhner­arbeiten an die Wenigstfordernden versteigert werden. Die Voranschläge liegen zur Einsicht der Interessen­ten bereit. Gießen den 13. Februar 1835.

Der Bürgermeister

C. Silbereisen.

111) Ta die am 30. December v. I. abge, haltene Versteigerung der Wüstungsstücke am Galgcn- berg und der Gansrweide die Genehmigung des Stadt­vorstandes nicht erhalten hat, so wird hiermit eine nochmalige Versteigerung, und zwar auf

Mittwoch den 18. d. M.,

Vormittags 9 Uhr, an Ort und Stelle anberaumt. Der Anfang wird am Galgeuberg gemacht.

Gießen den 2. Februar 1835.

In Verhinderung des Bürgermeisters, der Beigeordnete

H. Schneider.

122) Dienstag den 24. Februar l. I., Vor­mittags um 10 Uhr, sollen die Arbeiten zur Erbauung eines neuen Pfarrhauses zu Holzhausen ohnweit Gla­denbach, in der Wohnung des Gastwirths Happel zu Holzhausen, an die Wenigstnehmenden versteigert werden.

Die Risse, Voranschläge und Versteigerungsbc- dingungen liegen auf dem Bureau des Unterzeichnetest dm Steigliebhabern zur Einsicht offen.

Indem man dieses hierdurch zur öffentlichen Kennt- niß bringt, bemerkt man noch, daß der Voranschlag im Ganzen 4024 fl. beträgt, und daß nur solche