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Edicmlladung.

6'26) Nachdem von Großherz. Hofgericht dahier der Concurs über den Nachlaß des Johannes Krause köpf, Johannes Sohn von Fellingshausen, erkannt worben ist, werden die bekannten und unbekannten Gläubiger desselben aulgefodert, ihre Foderungen in dem auf

Montag den 31. August, Morgens 8 Uhr, anberaumkeu Liquidationstermin, bei Meldung Aus­schlusses von der Masse, anzumelden, ebenso sich zu gewärtigen, daß sie, Falls sie nicht persönlich erschei­nen, oder sich durch einen gehörig. Bevollmächtigten nicht vertreten lassen, als denjenigen Beschlüssen bei- stimmeud betrachtet werden, welche die Mehrheit der erscheinenden Gläubiger bezüglich eines gütlichen Ar­rangements und der Wahl eines Gläubiger-Ausschusses treffen wird.

Gießen den 23. Juni 1835.

Großherz. Hessisches Stadtgericht.

M ü l l e r.

Versteigerungen.

674) Mühlenverkauf. Pie nahe vor hiesiger Stadt an dein Lahnflusse gelegenen Mahlmühlen, jede mit 3 Gängen, nebst dazu gehöriger Scheune, Stal­lung und Garten, sollen einer nochmaligen öffentlichen Versteigerung in Eigenthum an den Meistbietenden ausgesetzt werden, wozu Termin auf

Montag den 17. Aug. l. I., Vormittags 10 Uhr, gesetzt ist. Die näheren Bedingungen werden lin Ver- stei'gerungsterim'ne selbst bekannt gemacht, können aber auch von den Kauflustigen vorher auf dein Bureau des unterzeichneten Bürgermeisters eingesehen werden.

Hierbei wird noch bemerkt, daß eie Lage dieser Mühlen in jeder Beziehung sehr günstig ist und ihr Betrieb eine reichliche Nahrung verspricht.

Gießen den 17. Juli 1835.

Der Bürgermeister

E. Silbereiscu

688) Donnerstag den 6. August und an den folgenden Tagen werden aus dem Nachlaß des ver­lebten Herrn Kammeraffessors Pagenstccher dahier circa 1200 Bände sämmtlich gut gehaltene Bücher größtentbeils neueste Französische Literatur, auf hie­sigem Rathhause meistbietend versteigert.

Cataloge darüber sind in der Hey er'scheu Buch­handlung zu Gießen zu finden und einzusehln.

Dillenburg den 10. Juli 1835.

Herzogliche Land < Obrrschultheißerei.

Thomae.

692) Dienstag den 4. August, des Vormittags um 9 Ubr, werden

113 Ruthen Wachen hinter dem Walbruunen, an Friedrich Kohlermann, ferner

113 Ruthen Wachen am Fadricischen Acker, an Georg Balthasar Schmoll,

meistbietend verkauft und mit dem Stück Hinterm Wall brunnen wird der Anfang gemacht. Die Steiglieb, Haber wollen sich daher um die bestimmte Stunde da­selbst einfinden.

Gießen am 31. Juli 1835.

Ter Domänenbote Dauernbeim.

683) Kommenden Montag den 3. August wird im Hause des Kaufmanns I. B. Noll dahier um 1272 Uhr die Beifuhr einer Quantität Staufenberger Mauersteine an den Wenigstnehmenden versteigert. Steiglustige belieben sich einzufinden.

Besondere Bekanntmachungen.

693) Zur besseren Handhabung der Feldpolizei und insbesondere zur Entfernung der Huthfrevel (durch das Alleinhüthen) ist von Großherz. Hess. Kreisrath dahier folgende Verfügung erfolgt:

1) Nur von Nachmittags 4 Uhr bis zur Nachtzeit ist das Alleinhüthen erlaubt und muß

2) das Vieh an Stricken geführt werden.

3) Graben, die nicht an einer Wüstung oder au einem Weg liegen, die vielmehr unmittelbar an besäumtes Feld anstoßen, Fußpfade und alle Stellen, zu welchen man nicht auf einem Fahr, wege gelangen kann, dürfen nicht einzeln ml! Vieh behüthet werden und hat dieß namentlich Bezug auf Flutbgraben;

4) Für Gesinde und Kinder haften die Herrschaft«, oder die Eltern;

5) Ten Contravenienten iriffc für jedes Stück Vieh eine Strafe von 30 kr.

Gießen den 1. August 1835.

Der Bürgermeister

C. ®if bereifen.

702) Nach allerhöchster Verfügung soll der Bau der Grünberger Straße vor dem Neuenweger Thor alsbald ins Werk gesetzt, werden, zu welchem Ende es erforderlich erscheint, daß die früher bereits uns nach höchsten Orts genehmigte Straßenrichtung wieder auszestkckt und eine Vermessung der hierdurch 'betroffen werbenden, Grundstücke, welche der Regulirung err Landentschädigung zur Grundlage dienen muß, vor, genommen werde. Indem ich dieses hiermit zur Kentriiß aller hierbei betheiligten Gruudeizenthnmer bringe, bemerke ich zugleich, baß jeder durch die erwähnte Vermessung etwa entstehende Schaden tarirt und ver­gütet werden wird.

Gießen den 3!. Juli 1835.

Die Bürgermeisterei dahier

Ä. Silbereisen.