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Sil'berwaarett - Lotterie zu Marburg sind nun so weit vor sich gegangen, daß auch die Hauptzichung der 6ten Klasse den 13. Februar d. I. stattfindet. In dieser Ziehung werden gewonnen: 10,000, 8000, 3500, 3000 und 1500 fl. und noch sehr viele kleinere Treffer. Kaufloose hierzu sind bei den meisten Kollekteurs in den Provinzial- und Hauptstädten, so wie bei dem Dirigenten dieser Lotterie, Secretär Lilienfeld zu Marburg, zu billigem Preise zn haben.
2) Einem verehelichen Publikum mache ich die ergebenste Anzeige, daß ich alle Dienstage von hier nach Marburg und alle Donnerstage nach Hanau sichre. Wer sich dieser Gelegenheit zu bedienen sucht, beliebe sich im Gasthause zum Rappen anzumelden. Eonrad Klein
aus Hanau.
3) Auf erhaltene Erlaubniß Großherzoglich Hessischer Negierung laßt Unterzeichneter nachstehende gut gearbeitete nußbaumene und kirschbau- mene Mcubles unter obrigkeitlichem Vorsitz aus- spielen,.als: 6 Kommode mit Säulen, 4 Nachttische oder Seewandgcn, 4 Damcntische. Ter Tag und das Local der Verloosung wird zuvor im Wochenblatt bekannt gemacht. Loose sind in meiner Wohnung ü 12 kr. zu haben.
Rieb, Schreiner.
4) Eine stille ordnungsliebende Person, welche kochen, waschen und bügeln kann, auch mit allen häuslichen Arbeiten umzugehcn weiß, wird auf dem Lande gesucht. Herausgeber dieses sagt, wo?
5) Ein gut gebildetes Frauenzimmer, welches in allen weiblichen Arbeiten gut erfahren ist, sucht einen Platz als Köchln oder Hausmädchen, und kann sogleich intreten. Das Nähere bei Ausgeber dieses.
6) Der Unterzeichnete ist schon seit längerer Zeit als Armenpfleger für das Wallpförter Quartier bestellt und darf sich hierbei der beruhigenden
Uebcrzeuguug hmgebeu, dieses Amt zur Zufriedenheit seiner vorgesetzten Behörde verwaltet zu haben.
Es mußte ihn daher um so mehr befremden, daß es nach einem Schreiben der Bürgermeisterei dem Gemeinderath dahier gefiel, bei der Armencommission als Tcnunciant gegen ihu aufzutreten, und zwar in der Weise:
daß er seines Dienstes als Armenpfleger entlassen werden möge, weil er sich durch mancherlei, der Ehre und dem guten Namen nachtheiliger Begebenheiten (?) der ferneren Verwaltung desselben unwürdig gemacht habe.
Ta dem Unterzeichneten eine solche ehrenrührige Nachrede nicht gleichgültig sein konnte, so ersuchte er die hiesige Bürgermeisterei:
die Thatsachcn anzugeben, welche jene Umvür- digkeit begründen sollten, und die einzelnen Ge, meinderathsglieder zu bezcichneu, welche ihn auf eine solche Weise so zu vcrläumden suchten. bemerkte aber dabei zugleich, . t * daß er denjenigen, welcher ihm jenen üblen Ruf zu machen suche, so lauge für einen boshaften Verlamder oder Calumnianten erkläre, bis er ihm vor Gericht jene Behauptungen wahr mache.
Es wurde ihm zwar hieraus Ertract eines Gemeinderaths-Protokolls mitgetheilt, indessen konnte ihn dieser so wenig, als die späteren ausweichenden Schreiben der Bürgermeisterei befriedigen , da sie seinem Verlangen nicht entsprachen.
Da es hiernach klar ist, daß sich die Gegner des Unterzeichneten, im Bewußtsein ihrer uncd, leit Handlungsweise, hinter jenem Gcmeinderaths- beschluß verkriechen, fürchtend ihm vor Gericht Rede stehen zu müssen, so wiederholt er hierdurch die bei der Bürgermeisterei abgegebene Erklärung öffentlich:
' daß er denjenigen, welcher ihm jenen Übeln Ruf zu machen sucht, so lange für einen boshaften Verläumder und Calumnianten erkläre, bis er • ihm vor Gericht jene Behauptung wahr mache.
Gießen den 27. Jan. 1832.
P. Bergmann.
Angekommene und abgereiste Fremden
vom 21. bis 27. Januar.
In Gasthäusern.
Einhorn: Hr. Baron von Kittliz nebst Gemah- >'!>' konigl. prenß. Offizier, von Berlin; Hr. Rausch, Gr. Postverwalter, von Lauterbach; Hr. Krämmel- vein,, Gasthalter, von Schlitz; Hr. Kretzelmar, von
Rödelheim, Hr.Lehr, von Röhrbach, Gr. Burgermei- ster; Hr. Frank, von Lich, Hr. Koch, von Höringhausen, Gr. Pfarrer; Hr. Schulz, Gr. Landrichter, von Lich; Hr. Steinmetz, Fürstl. Isenburg. Kaffenrath, von Büdingen; Hr. Fink, Gand, theol., von Vilbel; Hr.


