Beilage zu Nro. 24.
Ferner zu vcrmicthen.
3) Zwei möblirte Stuben sind bei mir zu Der# miethen. Caspar Schultheis.
4) In dem hiesigen Gesellschaftsbaus ist der oberste Stock, bestehend: aus 4 Stuben, 2 Kabi, nets, Magdkammer, 1 Küche, Scknvarzzengkammer, Holzremise, Keller, Mitgebrauch der Waschküche und Pumpe, zu vermiethen und kann alsbald bezogen werden.
Vermischte Nachrichten.
1) Mehrfache Gründe machen 's sehr wün- schenswerth, daß die früher schon in diesem Blatte berührte Verloosung zur Unterstützung der Polen bald Statt finde, weßhalb der 2l.unv 22. dieses Monats zur Ausstellung und der 23. zur Ausspielung festgesetzt ist. Beides wird in dem Hanse des Herrn Rathschöff Seipp ans dem Seltersweg Statt finden.
Es werden daher Diejenigen, welche sich mit Arbeiten oder Geldbeiträgen zu obigem Zwecke unterzeichnet, solche jedoch bis jetzt noch nicht eingesendet haben, freundlichst ersticht, deren Einlieferung bis dahin bewerkstelligen zu wollen.
Gießen am 15. Juni 1832.
Der Vorstand des Gießer Frauen - Vereins.
2) Der Unterzeichnete beehrt sich, hiermit zur öffentlichen Kenntniß zu bringen, daß er bereit ist, musikalischen Unterricht zu errheilen, und zwar im Fortepiano, der Harfe, Guitarre und im Gesang, in den Bogeninstrumenten, der Clarinette, Flöte vnd dem Horn. Er wird sich stets bemühe», das ihm etwa geschenkt werdende Zutrauen durch Pünktlichkeit und Fleiß zu rechtfertigen.
G. ?. Schwabe, wohnhaft in der Neustadt bei Metzgermeister Pepplerjun.
3) DeiG eorg Kraus im Schießhause wird morgen mit einer wohlbesetzten Tanzmusik bestens aufgewartet werden. Gießen den 16. Juni 1832.
4) Aufruf.
.GanzDeutschland ist Zeuge von den Anstrengungen ge. wesen, womit wir die Pflichten der Menschheit und der Gast- freundschaft gegen das edle Volk der Polen in ihrem ganzen Umfange zu erfüllen bemüht gewesen sind. Ganz Deutschland bis in seine entferntesten Grenzen hat unsere.Absicht gewürdigt und uns reich unterstützt. Deshalb richtest wir auch jetzt, in vollkommener Übereinstimmung mit dem Pvlnischen Frauenverein in Dresden, an alle Deutschen die Anzeige, daß unsere Mittel der Erschöpfung nahe sind, während die dringendsten Anforderungen an uns sich noch jeden Tag erneuern, untjedenTagvonBedürftigeren erhoben werde».
Noch haben wir eine Anzahl Kranke zu verpflegen, nach treffen täglich Nachzügler der früheren Kolonnen ein, welche verwundet und hülflos zurückgeblieben waren, und unsere .vollste Sorge in Anspruch nehmen.
Wenn daher irgend ein Verein noch im Besitz von Fonds ist, die er zu verwenden vielleicht keine Gelegenheit sinder, oder wenn noch ein deutsches Herz für die Verbannten von der Weichs-l schlägt, so bitten wir, uns eine Gabe anzuvertrauen, wir verwenden sie gewissenhait, und würden sogar jeden Dank ablehnen, der nicht dem gesammten Deutschland gezollt wirk.
Leipzig den 31. März 1832.
Ter Verein zur Unterstützung hülfsbedürft. Polen.
Kirchliche Notizen.
Evangelische Gemeinde:
Gottesdienst am 17. Zuni. Morgens: Inspektor v». Engel;—Nachmittags: Kandidat Happel.
Getaufte. Den 8. Juni: Dem Burger und Mebgcr- meister, Konrad Weidig, eine Tochter, Christiane Elise Friederike Hermine Emilie Katharine.
Den 10. Juni: Dem Burger und Küfermeister, Balthasar Weidig, ein Sohn, Georg Martin Karl Andreas. '
Katholische Gemeinde:
Beerdigt. Den 30. Mai - Nikolaus Christian Traudt, Sohn des verstorbenen Burgers und Flurschützen Heinrich Traudt, alt 11 Jahre 16 Tage.
Frischbacken.
Sonntag den 17. Juni, die Bäckermeister: Moritz Wallenfels, an der Wallthorstraße; Wilhelm Schäfer, am Rathhause; Christian Linker, an der Stadtpforte.
Angekommene uud abgereiste Fremden vom 8. bis 14. Juni.
7- Einern .'jv „®. X6 V'K, t Biedenkopf; Hr. Ludwig, Oberrentmeister, von Hanau ;
ken- • Ar Gramer ”c“ C°b- Hr. Hunter, Capital«, aus England; Hr. Hollman«, Berg-
Oberarzt' S Ä Darmstadt; Hr. Zell, Hauptmann, von Petersburg; Hr. Netter nebst Familie u.
vverar.t, von Worms, Hr. Schur »ebn Gemahlin, vo» Bedienung, Gch.-Rath, von Beilin; Hr.Heddäus, Partik.,


