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Beilage zu Nro. 30.

Ferner besondere Bekanntmachungen.

[9] Nach eingelangtem Nescript Großh. Re- aierung vom 12. l. M. ist höchsten Orts das städ- tische Octroi von Schlachtvieh voneiner Kuh ailf 2 fl. 5 fr. und von einem Rinde ans 1 fL 15 fr. und zwar beides ohne Rücksicht auf das Gewicht festges-tzt worden.

Man bringt dieses mit dem Anfugcn zur all­gemeinen Kenntiliß, daß die Erhebung dieser städ- tlschen Abgabe Montag den 25. d. M. ihren An­fang nimmt. Gießen den 22. July 1831.

Die Burgermeisterey das.

(5. Silberersen.

3) Diejenigen hiesigen Einwovncr, welche Schulgeld vom 2. Quartal 1831. zu bezahlen ha, den, fverden hiermit erinnert, solches bis zum 1. August zu entrichten, widrigenfalls gegen die Säumigen mit dem gesetzlichen Zwangsverfahren vorgeschrittcnwcrdcn wird. Gießen d. J 5.Jul. 1831.

Oie Stadteinnehmerey.

[ i] Es werden hiermit die hiesigen Einwohner, welche Haus-, Platz-, Trieb - und Wiesenviertel- Zinsen, sowie Bestanvgelder von Triebvierteln rc. pro 1831 an die Stadt - Kasse zu entrichten haben, au^gefordert, solche bis spätestens den 10. August abzuführen, als sonsten gegen die Säumigen mit dem gesetzlichen Zwang vorgeschritten werden wird.

Gießen den 20. July 1831.

Die Stadteinnehmerey.

Milgebotene Sachen.

1) Ein sehr gutes Billard steht zu verkaufen und das Nähere bei Buchbinder Helm zu erfragen.

2j Ganz frische saftige Eitronen, das Stück zu 5»na 0 fr., sind bei Johannes Stephan im Darmstadter Hans dahier zu haben.

Zn vermietheil.

1) Das Logis in meinem Hause, welches bis­her Herr Freyvrcdiger Heyer bewohnte, ist ander- weit zu vermicthen, und fann im Oktober bezogen werden. I. W. S t e i n.

2) In Nro. 86 auf dem Astcrwea sind zwei Stuben mit auch ohne Neu bl-s zu vermiethen.

3) In dem Menschen Hanse in der Hinter­sasse^ ist der untere Stock, bestehend in 2 heizba­rer Stuben, Kammer, Kucke und Keller, zn ver- miethen. Desgleichen im dritten Stock eine heiz­bare Stube nebst Kabinet. Beide Logis können sogleich bezogen und für den Preis von 60 fl. ab­gegeben werden. Das Nähere bei Ausgeber.

4) In Nr. 245. in den Neuenbäuen ist tut Hinterhause eine möblirfes Zimmer mit Sopha und abgesonderten Schlafstube zu wermiethen und kann Anfangs August bezogen werden.

5) In Nro. 182 ist ein Logis, bestehend in zwei auch drei Stuben, einem Kämmerchen, Kü­che, Holzstall und Antheil am Keller, zu vermie­then und bis den 1. August beziehbar.

6) In meinem neuerbanten Hause auf dem Seltersweg ist das bisher von Fräulein Fischer be­wohnte Logis anderweit zu vermiethen, und kann bis den 1. September dieses Jahrs bezogen, wer­den. Sodann ist in meinem Hause in der Löwen- gaffe eine möblirte Stube mit Kabinet zu vermie­then und kann sogleich bezogen werden.

Heinrich Hellmold.

7) 500 fl. liegen gegen gerichtliche Sicher­heit in hiesige Stadt zum Ausleihen bereit. Nä­here Auskunft ertheilt die Expedition dieses Blatts.

8) 7Z fl. Vormundsgelder liegen zum Auslei­hen bereit zu 5 pr.Ct, jedoch nur in hiesige Stadt.

9) Eine große möblirte Stube nebst Kabinet ist auf das nächste Wiittersemester zu vermiethen bei Wittwe L o n y am Rathhaus.

Vermischte Nachrichten.

[ 1 ] Die Lebensversicherungsbank für Deutschland in Gotha, welche am l.Juli d. I. 1937 mit 3,684,400 Thaler Pr.Ct. versi­cherte Individuen zahlte, und den sehr bedeuten­den Gesammtfonds von 310,397 Thaler Pr.Ct. hat, kann sowohl ihren dermaligen Mitgliedern, als auch den neu zugehenden Versicherten, die Beruhigung geben, daß sie auch für den Fall einer ungewöhnlich großen Sterblichkeit, z. B. bei eintretender Choleraepidemie, ihre Verbindlichkei­ten zu erfüllen im Stande ist. Sie bietet daher eine sichere Gelegenheit zur Fürsorge für die Hin- terbliebenen, überall wo der Familienvater nicht im Stande ist, bei seinem Leben ein gewisses Vermögen zu sammeln. Doch suspendirt die Tank den Abschluß neuer Versickerungen an den Orten, wo sick Spuren der Cholera zeigen.

Nähere Auskunft wird ertheilt und Versiche- ruugsanträge sind zu machen bei dem unterzeichne­ten Agenten der Bank.

Gießen den 23. July 1831.

Dr. Bans a.

2) Zur allgemeinen Militär - Vertretungs- Anstalt, die eine" Caution von 90,000 fl. geleistet