an dahiesigem Rathhause angehestct ist, und daß alle in Bezug auf die angeschlagene Liste sich etwa ergebenden Reklamationen wahrend der nach Artikel ‘23 des neuen Rekrutirungsgesetzes bestimmten Zeitlrist von 14 Tagen, also bis zum 5ten Mai tuet. , auf dem Bürgermeistereibnrcau vorgebracht werden müssen.
Diejenigen Kriegsdienstpflichtigen, welche in die Liste nicht eingetragen seyn sollten,'haben dieses bei Vermeidung der im Artikel 24 des Rekru- tirungsgesetzes festgesetzten Strafe binnen gleicher Frist anzuzeigen.
Zugleich werden diejenigen, welche die Depotversetzung in Anspruch nehmen wollen, aufge- jordert, sich zur Begründung ihres Gesuchs ebenfalls bis zum 5. Mai bei dem Unterzeichneten zu niclden, indem zur Vorbringung der dcßfallsigen Reklamationen höherer Verfügung zufolge nur 14 Tage lang das Protokoll offen gelegt werden kann, und die Schnelligkeit, womit in diesem Jahre die Conscription betrieben werden soll, keinen größeren Zeitraum gestattet.
Der Bürgermeister
C. Silbereisen.
[2] Diejenigen hiesigen Einwohner, welche Schulgeld vom 1. Quartal dieses Jahres zu entrichten haben, werden hiermit aufgefordert, solches bis zum 1. künftigen Monats Mai abzuführen, widrigenfalls gegen die Säumigen mit dem gesetzlichen Zwang wird vorgeschritten werden.
Gießenden 18. April 1831.
Die Stadteinnehmerei.
[3] Die unterm 11. und 18. d. M. in den Walddistrikten Renmark und Catharinenhütte abgehaltenen Holzversteigerungcn haben die höhere Genehmigung erlangt. Man bringt dieses zur Kenntniß der Betheiligten.
Gießen den 22. April 1831.
Ter Beigeordnete Schneider.
Tltrsteigerungen.
[1] Auf freiwilliges Ansuchen des Posamentier Joh. Christoph Mayländer und dessen Ehefrau dahier, soll das denselben zugehörige Wohnhaus in der Sonnengasse neben Frau Assessor Eckstein und Knopfmacher Kattrein
Montags den 2. Mai d. Jr Nachmittags 2 Uhr auf dahiesigem Rathhaus öffentlich an den Meistbietenden versteigert werden.
Dasselbe kann aber auch vor besagtem Termin aus freier Hand gekauft werden.
Gießen am 21. April 1831.
Großherzogl. Hess. Stadtgericht. Müller.
[2] Die Lieferung des Brennholzes für die Großhzogl. Hofgerichts-Carrzlei, in 50 Stecken Buchenstammholz bestehend, soll Dienstag den 10. Mai l. I. an den Wenigstnehmende» mittelst Versteigerung veraccordirt werden. Liebhaber haben sich in dem gedachten Termine in dem Hofgerichts-Kanzleigebäude einzufindcn, und die näheren Bedingungen zu vernehmen.
Giessen den 19. April 1831.
Stürz.
[3] Nächsten Montag den 25. April werden im Tomanialwald des Reviers Schiffenbcrg
3% Stecken eichen und birken Scheidholz, 19 72 tf birken und kiefern Prügelholz,
8 ff eichen und birken Stöcke,
12700 Gebund birken und kiefern Reiser, 7600 kiefern Bohnenstangen und
12 birken Stangen
öffentlich an den Meistbietenden versteigert. Gegen verordnungsmäßige Bürgschaft wird Zahlungsfrist bis Martinitag d. I. gestattet. Der Anfang geschieht des Morgens 8 Uhr auf dem Steinberger Weg am Gießer Feld.
Baumgarten am 21. April 1831.
Der Großhzgl. Revierförster Borkhausen.
[4] Der den Erben der dahier verstorbenen Isaac Meyer Heß'schen Eheleute gehörige Garten zwischen dem Mittel- und Wetzlarer Wege, an Georg Simon Becker — gibt 8 Alb. 1 Pf. Zins aufs Rathhaus und 5 Pf. Hahnengeld zur Rentei, zehntfrei, hält 84 [] Klafter, soll
Montag den 25. d. M. Nachmittags 2 Uhr im Hause des Wirths Schneider vor dem Selters- thore im Versteigerungswege verkauft werden.
Gießen den 21. April 1831.
P. Follenius, Hofgerichtö - Advocat.
[5] Montag den 25. April Nachmittags 2 Uhr soll auf dahiesigem Rathhaus das dem Bürger und Schreiner Ludwig Ferber zustehende halbe Wohnhaus nebst Hinterhaus, halbe Scheuer nebst Stall, halbem Hintergarten und halbem Hof mit Grund neben Ludwig Becker auf dem Reichensand unter den alsdann bekannt gemacht werden-


