Extra Beilage zu Nro. 43.
Em großer Theil der Einwohner Großenbuseck^s ist durch das bekanntlich Vorgestern daselbst ansgebrochene Feuer in die traurigste Lage versetzt worden. Diese erheischt, znmal bei dem herannahenden Winter, die thätigste Hülfeleistung. Der schon 'öfter würdig hervorgetretenc Sinn der hiesigen Einwohner zur Unterstützung Nothleidcnder, hat auch bey dieser traurigen Veranlassung sich bewährt, es wurde durch rasch veranstaltete Privatsammlnngen nicht nur den dringensten augenblicklichen Bedürfnissen abgeholfen, sondern auch die Aussicht auf nachdrücklichere Unterstützung der Beschädigten eröffnet. Weitere Beiträge zu diesem Zwecke darf man von den meisten Orten des Vaterlands, vorzugsweise von Gießen, erwarten.
Erwägend, daß dieses ganze Unterstütznngsgeschäft am Zweckmäßigsten von einer Privatgesellschaft und einem aus dieser gewählten Ausschüsse geleitet werde, indem nur auf diese Weise in der Regel das wahre Bedürfniß der Beschädigten klar ermittelt und die Austhcilnng der Beiträge zweckmäßig und unpartheiisch besorgt wird — hat sich eine Anzahl hiesiger Einwohner zu einer solchen Gesellschaft vereinigt und bei abgehaltener Versammlung die Unterzeichneten als Ausschuß gewählt.
Hiervon unsere Mitbürger benachrichtigeiib , eröffnen wir hiermit die Sub- scription zu Beiträgen, über deren gewissenhafte Verwendung nicht nur strenge Rechenschaft abgelegt, sondern wobei auch in demnächst abzuhaltender, vorher bekannt zu machender Sitzung, jedem Interessenten die Möglichkeit gegeben werden wird, sich über die zweckmäßigste Verwendungsart auszusprechen. Mittlerweile wird der Ausschuß über die eingehenden Beiträge nur insoweit verfügen, als nn- aufschiebliche Bedürfnisse daraus zu befriedigen sind. Die Herrn Unternehmer der gestern eröffneten Subskriptionen haben ihre Function an unterzeichneten Ausschuß abgetreten.
Um den Umfang des Bedürfnisses vorläufig nur im Allgemeinen ermessen;» können, bemerken wir, daß äusser sonstigen Gebäuden 44 Häusern, meistens völ-


