Ausgabe 
12.2.1831
 
Einzelbild herunterladen

Lu vermiethen ferner.

10) Ein Wohnhaus, bestehend aus neun heizbaren Stube», wovon zwei mit Cabineten versehen sind, drei bis vier Kammern, zwei Kü­chen, Keller, Boden, sodann ein daranstoßendes kleines Gärtchen, ist zu vermiethen, und kann den 1. April bezogen werden. -Wo? sagt Ausgeber dieses.

Vermischte Knchrichten,

1) Es wünscht Jemand 4 5 Morgen Acker zu leihen; wer? sagt Ausgeber dieses.

2) Die mittelteutsche Lebensver­sicherungs-Anstalt verspricht im Laufe die­ses Semesters in thätiges Leben zu treten. Wir laden daher um Beitritte zu derselben um so zuver­sichtlicher unsere Mitbürger wiederholt ein, als die vorläufige Anmeldung durchaus keine Verbindlichkeit auferlegt, im Gegentheil aber den Vortheil mit sich führt, daß die Beiträge gerin­ger ausfalleu. Giessen im Februar 1831.

Ter Ausschuß der mittelteurschen Lebcns- versicherungs - Anstalt. :

3) Der Herr Doctor Strecker m Mainz ( von welchem Herr Kaufmann Mack abgetreten ist,) hat in einem Cir- kular vom3t.Dezbr. v. I.; indem er gegen die allgemeine Militär - Vertre­tungs-Anstalt auftritt, und worin er sich Zusammenstellungen und Versetzungen erlaubt, die Ununterrichtete irre führen könnten, indem er von den Gebühren, die bei Gründung der hiesigen Anstalt im Jahr 1824 bezahlt wurden, (wo man solche im Ganzen gar uoch nicht rechnen konnte, statt welcher aber seit 5 Jahren also lange vor Entstehung der Mainzer Anstalt ein Firum bezahlt wird,) so spricht; als würden solche noch von mi r aus- ser den Gebühren, jedoch nicht von ihm erhoben, die Aufforderung erlassen, die Beitrittslustigen mögten nach dem von mir angegebenen Formular ihren Beitritt bei der Mainzer Anstalt anzei- gM.

Da mein Name einerseits so hinge- stellt ist, als stehe ich mit Hrn. Dr. Stre­

cker in Verbindung, anderseits Geschäfts­träger jener Anstalt sich erlaubten, Per­sonen zu versichern, als sei es einerlei, ob solche bei ihm (HerrnStrecker), oder bei mir die Statuten unterschrieben, in­dem »vir miteinander vereinigt seien, so finde ich mich zu der wiederholten Er­klärunggezwungen, da stich mit Nieman­den meine Anstalt theile, sondern daß solche einzig und allein für sich besteht..

Ferner trage i ch statutenmäßig nicht allein alleKosten, »velche andere tragen, sondern vertrete auch die Theilnehmer, die vor dem Zug heurathcn »vollen, unent- geldlich, was die andre Anstalten nicht thun.

Die Coneurrenz hat bis heute Nie­mand als den Eiustehern genützt, den Mitgliedern hingegen nur geschadet, was die Nechnungeli der früheren Jahren be­weisen.

Ebenso »var die allgemeine Militär- Vertretungs - Anstakt nach statuten­mäßiger Rechnungsaufstelluug immer die b i l i g ft e und nahm trotz aller Ma- ulpulationen des /Herrn Strecker und Herrn Trapp bedeutend zu, und Niemand fand sich in dem von nur gescheirkteri Zu­trauen getäuscht, da ich gleich von An­fang an erklärte, daß die Antritts-Zah­lung von 50 fl. nichts weiter als eine ein­gebildete Er'parung fei. Aus dieser Ur­sache hoffe ich, daß diese, von mir zn- erft gegründete Anftalt nicht durch andere verdrängt werden wird.

Die von mir geleistete 90,000 fl, be­tragende Caution bürgt Jedem vor Scha­den.

Bereits haben gegen 300 Mitglieder ihren Beitritt pro 183^ angezeigt.

Diejenigen des Bezirks Giessen, die der allgemeinen Militär-Vertretungsan-