Ausgabe 
4.7.1829
 
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Motor, Major.

<®eff entließe Vorlavung.

1) Bei Revision der unter den hiesigen Hofgcrichts-Depositen befindlichen älteren Testamente haben sich die nachstehend verzeich­neten noch uncröffnet gefunden:

jj von Anna Maria Stockmann, ' Wittwe, hinterlegt zu Giessen am lOten

October 1679; ___________

Griiktalcitationen.

1) Alle diejenigen , welche Forderun­gen an den Nachlaß der kürzlich verstorbenen Heinrich Magnus Wittwe haben, werden aufgefordert, solche im Termin

den 9tenJuli Vormittags 9 Uhr dabier auzugeben und zu begründe».

Giessen den 18. Juni 1829.

Großherzogl. Hess. Stadtgericht. M ü l l e r.

2) Die dahier verstorbene Wittwe des Großherzogl. Obristlicutenants Jnkebrand, bat in ihrem Testament einen Theil ihres Vermögens zu einem Vermächtniß für Mili­tärarme bestimmt; wer auf den Mitgenuß dieses Vermächtnisses Anspruch machen will, muß

1 .) am 27tenJuli 1824., als am Todestag der Erblasserin , zu Giesen gewohnt

2 .) damals zu dem Großherzogl. Militär ge­

hört und

3.) damals sich in dürftigen Vermögcnsum- ständcn befunden haben.

Die Unterzeichneten sind von Grßh.Hess.Hof- qericht der Provinz Obcrhcssen beauftragt worden, zu prüfen und festzustellen, wer nach obigen Bedingungen zur Thcilnahme an dem Vermächtnisse berechtigt seye, und werden zufolge dieses Auftrags, alle, welche An­sprüche glauben bilden zu können, aufgefor­dert, bei Vermeidung des Ausschlusses bin­nen 4 Wochen von heute an, sich auf dem Bureau des mit unterzeichneten Großherzogl. Landraths zu melden, und Nachweisimg dar­über beizubringcn, daß obenbeinerkte 3 Be­dingungen bei ihnen eintreten.

Giessen den 9. Ium 1829.

Ouvrier, Schnetder, Landrath. Bürgermeister.

2 .) von Anna Kunigunde, Johann Jost Hofmanns Wittwe, zu Gies­se», hinterlegt daselbst bei Hochfürstli­cher Regierung am Iten August 1720;

3 .) von Johann Reinhard Wol- schcndorf, Burger und Walkmüllcr zu Butzbach, und Anna Catharina, dessen Ehefrau, geborue Borsch, depo- nirt am 12tenSeptbr. 1763. bei Hoch­fürstlicher Regierung zn Giessen;

4 .) von dem zu Burgfriedberg verstorbenen Schlosser Johannes Janson, und dessen Ehefrau; (ohne jede weitere An­gabe.)

5 .) zwei Testamente von der jetzt verstor­benen Ehefrau des zu Burgfriedberg eben­falls verlebten Apothekers Marold, hinterlegt am 30ten Januar 1811. und 7tcn July 1813. bei der jetzt anfgelöß- tcn Justiz - Kanzley zn Burgfricdberg ;

6 .) von der Anna Maria Michel IN Kaichen, hinterlegt bei der ehemali­gen Justiz - Kanzley zu Burgfriedbcrg am 5tcn December 1746;

7 .) von der Eleonore Schuhmann zu Offenbach, einer geborsten Kappes, aus Großkarben, hinterlegt am 31ten Octobcr 1804. bei der nehmlichen Be­hörde ;

8 .) von der Wittwe deS zu Heldenbergen verstorbenen Gregor Schneider, hinterlegt am 25ten Sept. 1752. bei dem­selben Gericht;

9 .) von Johann Adam Bender zu Dorfgill, dcponirt bei Hochfürstlichcr Regierung zu Giessen, am 20tcn April 1720;

10 .) von dem am 2tcn August 1820. ver­storbenen Canzley - Pedellen Jo­hann Philipp Förster zu Hungen und dessen Ehefrau Rosina, unter dem 13tcnMärz 1809. bei der vormaligen Fürst- und Gräflich Solmsischcn Justiz- Kanzlei in Hungen ad depositum über­geben.

Da die darüber stattgehabten Nachforschun­gen ergeben, daß rücksichtlich dieser letztwil­ligen Dispositionen die rechtlichen Voraus-