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Ediktalladungen. I.
Vorladung der unbekann- ten Gläubiger des Gr oß he r- zoglich Hessischen Pfarrer, Herrn Wagner, zu Rlederroß- 6Ö^Der Andrang mehrerer Kreditoren des Herrn Pfarrer Wagner, hat die Er« richtui'g eines Status über deffeu Activ : und Passiv t Vermögen , veranlaßt.
Den bekannten Gläubigern, ist biet ser Status, zur Erklärung, vorgelegt worden. ,„ „
Die Mehrheit derselben, wünscht, daß die Activ-Masse, ohne förmliche Erkennung des Konkurses hierüber, nach einer zu treffenden, Uebcreinkunft, unter sie, vertheilt werde.
Um deßfalls, was Rechtens, verfügen zu können, muß gewahrt seyn, worauf die etwaige unbekannte Kreditoren Ansprüche haben.
An Letztere, ergeht, zu dem Ende, die Ladung, daß sie, ihre Forderungen, an den Herrn Pfarrer Wagner, binnen einer rechrszerstorlichen Fr ui von sechs Wochen, unterzeichneter Stelle, ange« heu und genügend begründen.
Verabsäumen sie diese Frist, welche, init dem Tage, ihren Lauf beginnt, an dem gegenwärtige Edictalien, zum erstenmal, in öffentlichen Blättern , erscheinen, dann finden, ohne auch dies öffentlich bekannt zu machen, ihre Ansprüche an Herrn Pfarrer Wagner, hierorts , keine weitere Rücksicht- ,
In solchem Fall, wird vielmehr, nach dem erwähnten Antrag der bekannten Gläubiger, mit der vorhandenen Masse, verfahren werden.
Giesen am 12ten Febr. 1823, Großherzogl. Hess Hofgerichts- Kommission.
S e y d, Hofgerichts - Sekretair.
11.
Da Philipp Daniel Navarra von hier nach Vanvey in Frankreich überzu- ziehen Willens ist, so werden diejenigen, welche irgend eine Forderung an denselben haben, eingeladen, dieselbe binnen 4. Wochen unterzeichneter Gerichrsstelle um so gewisser anzuzeigen, und richtig zu stellen, als nach Ablauf dieses Termins feine weitere richterliche Hülfe mehr geleistet werden kann.
Giessen den 28tenIau. 1823.
Großherzogl. Hess. Stadtgericht.
Müller.
vt. Gravelius.
Bekanntmachungen.
1) Die Lieferung der Schreibmaterialien für die Großherzoglich Hessische Regierung und den Großherzoglich Hessischen Kirchen - und Schulrath zu Giessen , soll au den Weuigstuehmenden für das Jahr 1825. begeben werden.
Der ungefähre Bedarf besteht:
a) in 25 Ries feinem pro Parria Papier,
b) in 100 Ries feinem Mittelpapier, c) in 105 Ries Couceptpapier, d) in 2 Nies Baseler Eoncepkpapier, e) in 4 Ries großem weissem Packpap. f) in 2 Ries blauem Oeckelpapier, g) in 4 Ries Maknlaturpapier und h) in 1 Ries ^Briefpapier.
Diejenige, welche die Lieferung entweder ganz oder zum Theil übernehmen wollen , haben Proben mit genauer Bezeichnung der niedrigsten P-eise, und mit ihrer Namens-Unterschrift versehen, v erseh l d ssen, mittelst besonderen portofreien Schreibens an den Unterzeichneten binnen 3 Wochen einzu- fenden, der solche den vorgenannten hohen Behörden zur weiteren Bestimmung vorlcgeu wird.
Bei allen Artickeln wird übrigens ganz besonders aufdie Vorzüglichkeit der Waare


