) 90 (
gen komme.
Die Seifensieder- Asche ist eine vor, züglich schöne Düngung, und sie ertheilt dem Boden nicht allein Trieb zum Wach, fett / sondern reiniget auch vom Moose. Man bringet sie vor Eintritt des Win, ters an den für sie bestimmten Ort, und läßt sie durch die Hand eines Arbeiters ausstreuen, so wie man etwa eine Stube mit Sand ausznstreuen pflegt, nur daß sie da, wo sich der Moos findet, etwas dicker zu liegen komme.
Auch unansgelangte Asche von Ei/ chen, Buchen - Espen- Birken, und an,» denn Holz trägt zur Vermehrung des Grases sehr vieles bei. Wo es aber an Brennholz fehlt, da ersetzet der Torf solchen Mangel. Auch die Asche davon kann mit Nutzen auf natürliche und künstliche Wiesen gestreuct werden. Sie befördert den Graswnchs, hindert den Wachsthnm der Moose, hält den Feost ab, vertreibt die Würmer und saugt die. überflüssigen Feuchtigkeiten ein. — Sie muß bei stillem und feuchtem Wet-
•‘ rer,
vater von seinen Wiesen haben muß. Es schickt sich aber dazu der Abgang von allerlei Thieren, der Unrath ans den Tauben, und Hühnerhänsern und der aus den geheimen Gemächern, wenn solcher in gehöriger Maaße auf die Wiesen gebracht wird.
Die beste Zeit, 1 da ihnen solche Nahrung zugcführet wird , sind die Mo, nate October, November und Deccm, ber, weil die Winternässe alsdann die in dem Dünger- enthaltenen Säfte.am besten in den Boden hineinspülen kann, der Mist auch dann dem Grase eine Decke giebt, und das starke Eindringen des Frostes verhindert. Zn dem Ende wird der Dünger auf der Wiese auseinander geworfen und vertheilet. So bald aber im Frühjahr das Gras anfängt zu wach, sen, bringet-man, das von dem Mist übrig gebliebene Stroh mit einem, Re, chen zusammen, und schaffet es ans die Seite. Nur allein der Gänsemist ist den Wiesen schädlich, daher auch die Gänse von den Wiesen sorgfältig abzuhalten sind.
Man hält zwar dafür, daß diese oder jene Art Mist diesen oder jenen Wiesen
, - - ,, Erne eben so kräftige Wirkung auf
aber, und ui welcher Maaße solches ge, den .Wiesen kann man sich auch von dem schehen müsse, läßt sich im Allgemeinen Schlamm ans den Teichen versprechen, nicht bestimmen , sondern es beruhet oder aus einem verschlammten Bache, solches auf der Kenntnis, die der Haus, erneuerten Feldgraben oder einer vertieft ten Flachsrotte, wenn man sie etwas trocken werden oder den Winter über lie, gen läßt, daß die Luft in sie wirken und der Frost sie locker machen könne.
, . Von ; angemessener fe»; allein 'es fehlt hm
natürlichen und künstlichen Verliesst- Landleuten an Raum/eine jede Art bc"
rüngs-rNittelft der wiesen. sonders zn legen. Die neuern Oekon/r (Verfolg, ) men bestehen auch so sehr nicht mehr auf
Nun zum zweiten Abschnitte der U’V des Düngers.
Aufgabe. So lange man keine Gele, Auch der Gassenkoth wird mit Vor/ genheit oder Mittel in Händen hat, theu zur Düngung der Wiesen ange, seine Wiesen zu verbessern, so muß man wendet, und giebt' ihnen eine vortreft suchen sie in der guten Verfassung zu ljche Nahrung. Man vertheilt ihn eben erhalten, darin man sie bekommen hat. 4 wie den Mist, zerschlägt die größern Das ist eine Pflicht, die man sich selbst,' Klumpen in kleinere Stücke, und flehet seinem Gutsherrn und dem Vaterlande dahin, daß er allenthalben gleich zu lie, schuldig ist. Das geschiehet nun vor, riemlich durch das Düngen. Wie oft


