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Ediktalladungm.

1.

Vorladung der Gläubiger des Ludwig Schleenbecker auf der Biber.

Uiber das Vermögen des Ludwig Schleenbecker auf der Biber ist von Großherzogl. Hofgerichte der Cvncurs erkannt und unterzeichnete Gerichtsstelle mit dessen Leitung beauftragt worden. Sämmtliche, sowohl bekannte als utu bekannte Gläubiger des Gemeitischuld- ners werden daher ausgcforderr, so gewiß

Freitag den 29tenMarz Vormittags 9 Uhr

in Selbstperson oder durch hinlänglich Bevollmächtigte zu erscheinen und ihre Forderungen richtig zu stellen, auch sich geeigneter Vergleichsvorschlägezu gewär- Ligen, als sie sonst von der Masse aus­geschlossen werden.

Giessen den 6ten Febr. 1822.

Großherzogl. Hess. Stadtgericht.

Müller, v. Schmalkalden Stadtrichter. Assessor.

II.

Vorladung der Gläubiger des Hauptmann t ti dem Groß- Le r z o g l. Leibregiment, Herrn Becker.

Nach Verordnung Großherzogl. Hof- gerichls der Provinz Oberhessen, sott mit der Kreditorschaft des Herrn Hauptmann Becker ein gütliches Arrangement ver­sucht werden. Zu dem Ende sind Alle, welche an solchen eine Forderung haben, hierdurch beschieden, kommenden Don­nerstag ,

den 25ten Februar 1822, Vormittags von 9 bis 12 Uhr, vor utu terzeichneter Stelle, entweder in Selbst- person, oder durch genugsam Bevoll­mächtigte , zu erscheinen, ihre Forderun­gen mit den Notlügen Belegen einznge- ben und sofortige Vergleichsvorschläge

auzuhoreu. Die Ausbleibenden haben die Nealtsiruug des Rechtsuachtheils zu erwarten, daß, ohne eine weitere Be- kanntmachuug, angenommen werden wird, als hätten sie dem Antrag der ' Mehrheit sich augeschlosseu.

Giesicn den lOteuIau. 1822.

Großherzogl. Hess.'Hofgerichts- Kommissiou.

S e y d, Hofgerichrs - Sekretair.

Bekanntmachungen.

1) Zufolge einer freywtttigen Ueber-- einkunfr der Hoch.fürstlichen Rentkaminer zu Lich, mit dem Herrn Baron von Hacke, giebt derselbe auf Petri-Tag das hiesige Hofgut zur anderweitigen Dispo­sition der Hochfürstlicheu Rentkammer zurück. Demnach ist Herr Beständet ge- williget, sein gesummtes Invenrarium rc. im Wege des öffentlichen Verstrichs ge­gen baare Bezahlung zu verkaufen, und wird der Anfang damit gemacht

Montags den I8teu Februar d. I.

Vormittags 9 Uhr und die folgende Tage damit fortgefahren.

Unter den Gegenständen zum Ver­kauf befinden sich

1) Pferde, Fuhrpferde, worunter ein Paar gleiche nebst Geschirr und ei­nem Korbwagen, zwey Stuten mit Fohlen, einige 2, 5 und 4 jährige Pferde von edler Nace.

2) Rindvieh, Friesländische Kühe und einige von Schweizer Race, mehreres junge Vieh von vorbenaunten Ar­ten, worunter zwey junge Sprung- stieren ; ferner Fahr- und Fett- Ochsen.

5) Schweine, Niederländische, von größter Art, und ebenglciche Ame­rikanische.

4) Schaafe, 200. Stuck, worunter 120. tragende Mutrerschaafe und 2. Böcke.

5) Fe-