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poliZey-Bekannrmachung
Der Preiß des gemästeten Hammelfleisches ist zu 8 fr. und des geringeren zu 7 fr., beides mit Einschluß des Licents und Laterneugeldes , und zwar von Samstag den Lten dieses an bestimmt worden, welches zur Nachricht bekannt gemacht wird.
Giessen am 5ten Inny 1822.
Großherz-gl. Hessische Polizey-Deputation das.
Von natürlichen und künstlichen Verbeffe- rungs - Mitteln der Wiefcn.
(Verfolg.)
Manchen Wiesen verursachet das Wasser großen Nachrheii, und. die nn Strömen und Bächen liegen, sind der Gefahr am meisten unterworfen. Die Ströme schwellen oftmals an, ergießen' sich über die. Wiesen, führen eine Menge Sarid über solche her, und nehmen auch wohl das gemähete und beinahe trockene Gras mir sich weg. Am besten beuget man solchen dadurch vor, daß man die Ufer in Ordnung und Festigkeit e.rhält, auch solche wohl erhöhet. Man befestig get auch das User, damit es nicht abge- rissen werden möge, miteingeschlagenen Pfählen, welche mit Reisser durchfloch- ten werden, oder man bepflanzt bas Ufer dicht mit Weiden oder anderem Buschwerk, die dem andringenden Was- fer widerstehen; oder man.bringet solche Verrichtungen an, als bei dem Wasserbau gebräuchlich sind , dazu ein der Sache verständiger Mann zu Hülfe genommen. werden muß. Das alles aber muß ohne Zeitverlust geschehen, weil der Schade sonst leicht großer wird.
Drohet aber nur ein Bach mit Ueberfchwemmung, so erweitert oder vertieft man solchen und gebraucht Zur Schadloshaltung den Schlamm gufseiue Wiese.
Wenn sich Regenwasser in den niedrigen Wiesen sammlet und stehen bleibt, welches den Wachsthum des Grases hindert , da sucht man den Zufluß des Wassers zu hindern, oder das Wasser abzu- leiten, wenn der Boden an einer Seite niedriger seyn sollte, als die Wiese selbst ist, welches durch einen kleinen Graben bewerkstelliget werden kann. Wo? aber beides nicht ist, da muß man in Geduld warten , bis solches eintrocknet oder ausdünstet.
Am Fuße eines hohen Berges entstehen bei heftigen Regengüssen von dem herabströmenden Wasser Zuweilen schnell fließende Bäche, Waldströme, die tief in den. Grund einreissen, und einer daselbst liegenden Wiese erheblichen Schaden zufügen können. Diesem vorzubeu.' gen, weiß der Verfasser kein anderes Mittel, alß daß man an der obern Seite der Wiese in einem trockenen Frühlinge oder Herbst einen Graben ziehe, und die da heraüsgchobeue Erde einwärts der Miese zu einem Waste aufhäufe. Ander Seite, wo dieser Gräben einen Hang" hat, mache m<u| wiederum in einem rechten Dinkel mit ihm einen kleinern Graben an der Wrese herunter, und weise auf solche Art dem herabstürzen- den Strome seine Richtung an, "damit er nscht von selbst einen-,Weg uchme^ der uns höchst ungelegen seyn dürfte, ;?-f
Ei ich anhaftende trockene Luft ist mehmitheüs den Wiesen nächcheiliger


