Ausgabe 
27.1.1821
 
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Von natürlichen und künstlichen Verbessr- rungs i Mitteln der wiesen, (Verfolg.)

Von dem Nutzen solcher Wiesen man in Deutschland fast allgemein Liberi zeuget, nicht allein in Betracht der an­sehnlichen Menge des dadurch zu erzeu­genden Futters / sondern weil voruem- lich auch der Acker dadurch gebessert wird. Denn well Las Salz, das zur Hervor­bringung des Getraides erfordert wird/ oftmals erschöpft ist/ so wird durch die Bestellung mit Klee dem Acker eine drei­jährige Ruhe zugesichert/ und können in der Zeit sich eine Menge solcher Ur­stoffe, als das Korn verlanget, in sel­bigem wieder sammeln. Auch wird der im Lande befindliche Unkrautsaamen durch Len Klee erstickt.

Die Kräuter, mit welchen derglei­chen Wiesen, besäet werden, sind Espar­sette > Lucerne und Klee, von denen der lezte mit Recht den meisten Beifall ge­sunden hat.

Die Esparcette kömmt in einem je­den Boden recht gut fort, und kann in einem Sommer drei und mehrmal ge- mahet werden. Sie verlanget ein wohl­bereitetes gut gedüngtes Erdreich, und erhält sich da, wo sie einmal steht, wohl zwanzig Jahre. Doch ist mit dem An­bau derselben die Unbequemlichkeit ver­bunden , daß sie die beiden ersten Jahre von allem Unkraut rein gehalten wer­den muß, und daß sie zulezt eine Menge so dicker und starker holzartiger Wurzeln im Lande znrückläßt, daß kein Pflug sie durchschueiden kann, welche Wurzeln denn bei neuer Bestellung des Landes nicht ohne viele Kosten durch starke Leute herausgebracht werden müssen.

(Der Verfolg- künftig.)

Bekanntmachungen.

1) Montag den 12/en Februar die­ses Jahres, Vormittags 10 Uhr, soll auf

demRathhans - Speicher zu Münzenbera eure beträchtliche Quantität Gräflich Stol-

Gerste de 1820., unter denen bei der Ver- stergerung eröffnet werdenden Bedinauu' gen, öffentlich an den Meistbietenden versteigert werden.

Müuzeuberg den ILtenJan. 1820.

Gräflich Stolbergische Kelleren daselbst.

2) Montag den 5ten Februar d. °L Morgens um 9 Uhr sollen in der hiesi­gen Amtskellerey nachstehende Gegen­stände, als:

etwas über 10 Malter Korn-

' - 4 - Gersteu-X

' 6 Waitzen-^,, j-

sodann /Abbruch

der vorräthige wenige Erbsen-1

Linsen - und Wicken- *

nebst

75 Gebuud Kornwirr- X

376 t Gersten- i

723 - langes Waitzen- I

46 - Waitzenwirr- V^A(x

172. - Hafer- ?^rol>

86 Erbsen- .

5 - Linsen- I

20 - Wicken- J

und der gefannute Vorrath an Hold oder Sprau

in kleinen Partieen öffentlich versteigert und, wenn annehmliche Gebote gesche­hen , sogleich zugeschlagen werden.

Giessen den 25ten Jan. 1821.

Großherzogl. Hess. Naturalien? Rentamt das.

3) Montags den 5ten Februar und folgende Tage, von Mittags halb zwei bis fünf Uhr, sott in der bisherigen Be­hausung des Herrn Geheimen Negie- rungsraths Meyer auf dem Seltersweg, Silber, Zinn, Messing, Kupfer, so­dann allerlei. Meubles und Bettwerk, eins