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Von natürlichen und künstlichen Verbesse- rungs i rNtrreln der XVicfcn*

(Verfolg.)

Zu Heckfcl geschnitten und mit Stroh Vermengt, kann sie mit großem Vo.rtheil grün gefüttert werden, widrigenfalls aber kann sie dem Vieh leicht eine Ursache des Todes werden. Man hat Exempel an Kühen, die mit diesem Kraut gefüttert worden und gestorben sind, daß in ihr rem ersten Magen die Lucerne wie ein Strang zusammen gedrehet gewesen, und bis in die Gurgel hinauf geraget gefun- den, weil sie das Kraut wahrscheinlich zu hitzig verschlungen, und nicht genug zerkauet gehabt, wodurch es bei dem Wiederkauen eine solche Gestalt bekom­men hat.

Versieht man die Lucerne nach eini­gen Zähren mit gutem Dünger, so soll sie sich 24 bis 30 Jahre erhalten. Als­dann erfordert auch die Herausbriugung der harren und dicken Wurzeln ebenfalls viele Arbeit, weil sie sonst das Pflügen unmöglich machen würden.

Den Schaafen und Kühen sind diese beiden Arten Futterkräuter grün und ge> trocknet eine beliebte Speise, die ihnen auch sehr wohl bekömmt. Der Land­mann stehet sich auch bei dem Anbau derselben ganz gut, weil er von einem Morgen vier oder fünfmal so viel Fut- rer erhält, als er sonst von einer ge­wöhnlichen Wiese von eben der Größe bekömmt, dabei sind diese Kräuter auch kräftiger und nahrhafter als das meiste Wiesengras. Indessen ist doch eben nicht anznrathen, das Rindvieh mit diesen Kräutern allein zu füttern, es wäre denn, daß man es mästen und sogleich schlach­ten wollte: sondern cs ist demselben zu­träglicher, auch mit Gras und Heu ab­zuwechseln.

Von den bisher erwähnten künstli- khen Wiesen sind diejenigen wieder un­

terschieden , welche mit Klee angelegt sind. Dieser Klee, spanischer Klee, ro- ther Klee, hat an vielen Orten ein bes­seres Glück gemacht, als die vorgcdach- ten Futterkräuter. Der Klee wird im Frühling in ein wohlberertetes gut ge­düngtes Sommerfeld,, das mit Gerste besäet und mit der Egge überzogen wor­den, hineingesäet und zugcegget. Nach der Erndte der Gerste kann der Klee im Herbste einmal gemähet werden. Im folgenden Jahre wird er dreimal, und im dritten Jahre eben so oft gemähet. Nach der Zeit nimmt er ab , und man bestellet das Land nunmehr mit Ger traide.

Grün gefüttert list der Klee den Thieren eine angenehme wohlgedeihliche Speise, die auch Gänse und Schweine mit Lust geniesen. Nur muß er mir Vorsicht gefüttert werden, und es ist rathsam, denselben auf die Raufe zu le­gen, daraus das Vieh so viel heraus­ziehet, als es mit Gemächlichkeit zer­kauen und verdauen kann. Bei dem Hereinhosen des Klees muß man ihn nicht zu dicke und in großen Haufen le­gen, weil er sich sonst leicht erhitzet und von dem Vieh verschmähet wird.

(Der Verfolg künftig.)

Bekanntmachungen.

1) Auf Andringen der Gläubiger des Müllers Ruppert Schmitt in Sterz­hausen, hiesigen Amts, soll dessen da­selbst gelegene Mühle, we ehe aus zwey Mahlgängen und einem Schlaggangc be­steht, nebst dabei befindlicher Hofraide und Scheuer, so wie eine Anzahl dem­selben Schuldner gehöriger Grundstücke, Mondtag den 50tcn July dieses Jahres, Morgens 8 bis 12 Uhr, an den Meist­bietenden verkauft werden. Kaufliebha­ber können sich alsdann auf hiesiger Amtsstube einfiudeu, bieten, und der Meistbietende bei hinreichendem Gebot und nachgewiesener Zahlungsfähigkeit den