Ausgabe 
2.6.1821
 
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Von

natürlkchm und künstlichen VerbeA rungs - Mitteln der Wiesen.

denn wenn sie nicht trocken eingebracht wird, so wird sie leicht schimmelich, oder gar faul, und steckt das bei ihr liegende Rauhfutter gleichfalls an.

( Der Verfolg künftig.)

Bekanntmachungen.

1) Der Burger und Stadtvorsteher Andreas Sack und der Burger und Satt­lermeister Christoph Senner, wollen das von dem Kupferschmiede Ferber ererbte, ihnen gemeinschaftlich zugehörige Wohn- Haus Nro. 345. auf dem Neuenweg ste­hend , Freitags den 22ten Juni Nach­mittags 2 Uhr, in des Rathschöff Hrn. Seipp Behausung, öffentlich an den Meistbietenden versteigern lassen, wel­ches andurch bekannt gemacht wird.

Giessen den 30ten Mai 1821.

Großherzogl. Hess. Stadt - Amtsse- cretariat das.

2) Freitags den 8ten Juuy dieses Jahres, Morgens um 8 Uhr, sollen bei unterzeichneter Stelle ungefähr

100 Korn,

600 Hafer, und

600 Gebund Roggenstroh, in kleinen Abtheilungen, an die Meist­bietenden verkauft werden.

Gladenbach den 26ren Mai 1821.

Großherzogl. Hess. Rentamt das.

5) Nächsten Montag den 4ten die­ses , soll bei dem Entbindungshaus, um l Uhr Nachmittags, die dießjährige Be­nutzung der daselbst gelegenen Uruversi, > tää - Wiesen öffentlich versteigert werden.

Giessen den Iten Juni El.

. Oßwald.

4) Iohann B-a p t. M ü g e r in Heppenheim, an der ^ergllraße, empfiehlt sich mit seiner im vorigen ^ahre errichteten Schweitzer Natur - Bleiche, e Er ist durch den Besitz eines gefty ulten Bleichers aus der Schweiz, in Stand geftzt,

(Verfolg.)

Ob aber gleich die Esparcette aus einem solchen Felde nach so vielen Zäh­ren alle zu ihrem Wachsthum erforder­lichen Salze herausgezogen hat, w lou solches doch nach einer zweijährigen Rorn- erndte schon wieder von neuem damit bestellet werden können , welche Fahrg- keit dem Felde mitgetheilt seyu kann: 1) durch das Aushacken der Wurzeln, wobei der Boden ungewöhnlich tief und locker gemacht wird, so, daß ^uft, Sonne und Regen ihre Wirkungen aus­serordentlich stark in demselben haben äuffern können. 2) Durch das darauf erfolgte dreimalige Pstügen dieses Lan­des zur Korubestellung im ersten^ahre. 8) Durch den hineiugebrachten Dürrger zu der zweiten Bestellung mit Getreide. 4) Durch das wiederholte Pflügen bet dieser zweiten Bestellung. 5) Durch das - .Pflügen rur neuen Bestellung mit E;par- .MTerte ; und 6) durch die in dem Boden verhauenen alten Wurzeln, welche cbeU' falls einen guten Dünger abgeben.

Die Lucerne kömmt auf einun jeden Boden fort, und muß sehr dmme ge- säet werden, weil sie sehr viele Snten- rweige treibet. Bald nach demAuftom- men wird sie gejätet, und der dieser Arbeit die Pflanzen, wo sic zu dick ste­hen , aufgezogen , so daß jede Pflanze ei­nen Raum von l>Zoll um sich her hat. Das Gras ist ihr Feind, der sie ver­enget, und wenn,.es sich zu einem Wßfen verbreiten karm, so ist die ganze Erudte verloren. Sie wird im Som­mer 3 bis 4mal gemähet. Die beste äeit dazu ist, wenn die Blumen aufan- aen aufzugehen. Wird sie aber früher geschnitten, so wächst sie auch desto ge- fchmmber. Die Bereitung der Lucerne zum Heu erfodertt viele Zeit und Muhe;