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Num. 17. des Giesser Anzeigungs-Blättchen.

Bekanntmachungen.

1) Der Bäckermeister Moriz Schier 7) Ich wohne nunmehr in dem Hause ' gesonnen sein auf dem Selzersweg des Herrn Geheimen Negierungsrarhs

belegenes Wohnhaus, darinnen em Back- ofcn, 4 Stuben und eine Kammer be­findlich , nebst zwei Schweinsiälleu, ei­nem Kühstall, Miststätte, und einem Hansgärtchen, darinnen ein Brunnen, aus freier Hand zu verkaufen. Das Nähere ist bei dem Eigenthümer des Hau­ses zu erfahren.

2) Ein junger Mensch von 20. Jah­ren , der im Rechnen und Schreiben ge­übt ist, wünscht bei einem Herrn ange- fiellt zu werden. Ausgeber dieses er- theilt nähere Nachricht.

5) Ein Mädchen, das Nähen, Wa­schen und Stricken kann, so wie auch überhaupt alle häuslichen Arbeiten zu verrichten verstehet, und eine gute Er­ziehung erhalten hat, wünscht in einen guten Dienst zu treten. Das Nähere bei Ausgebern.

4) Mein Stadt-Wiesenviertel auf der Burg j ist zu verlehnen.

Ferdinand Vogel.

5) Unterzeichnete nimmt Strohhüte zum Waschen und Färben zu besorgen an Demoiselle Nanette Nack.

6) Eine Geschäftsreise wird mich 14 Tage bis 3 Wochen von hier entfer­nen, welches mit dem Ansiigen zur Nach­richt dient, daß, nach meiner Zurück­kunft , der Unterricht wie zuvor fortge- sczt werden wird.

Giessen den löten April 1820.

T. H. M. Stein, Privatlehrer.

Schue, wo ich vom 4tenMal an auzu- treffen bin- .

Giessen am 21ten April 1820.

Dr. I. H. Bender.

8) Unterzeichneter ist gesonnen , eine Unterrichtsanstalt einzurichtcn, in wel­cher Knaben von sechs , bis neun Jah­ren, planmäßig auf die unterste Classe des hiesigen Pädagogiums vorbereitet werden. Die Unterrichtsgcgenstände wer­den daher auch nur die Anfangsgründe der cheutfchen und lateinischen Sprache, so wie Kopfrechnen, Schön- und Rich- tigschreiben befassen.

Neben diesem Geschäfte bin ich willens, gebildeter Eltern Sohne, von etwas reiferem Alter , die bereits die mittlere Classe des hiesigen Pädagogiums besuchen, in zwey bis drey Stunden täg­lich, zweckmäßig auf die Lectionen in der Classe vorzubereiten, so daß sie durch diese Nachhülfe , einestheils den Unter­richt im Pädagogio leichter fassen, an- derntheils die Eltern jeder Zeit versichert seyn dürfen, daß ihre Söhne, die, in der Classe vorgeschriebenen Aufgaben, in der größten Ordnung und zur Zufrie­denheit ihrer Lehrer, ausarbeiten.

Mein Bruder, Pädagoglehrer Dr. Winckler, ist nicht abgeneigt, diesen jungen Leuten, besonders im lateinischen Styl , täglich eine Stunde zu widmen. Die Zahl der Schüler, welche auf die Stunden im Pädagog vorbereitet wer­den , darf sich jedoch rncht über 20 be­laufen.

Der Erfolg , aber keine eitle Ruhm­redigkeit , muß meine Bemühungen rechtfertigen.