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Vom? - natürlichen und künstlichen verbesse- rungs - Mitteln der wiesen«

Die Wiesen liegen entweder auf fla,' cper Crbe, oder an den Bergen, oder m den Thaleru. Diese Verschiedenheit iprer hige macht unter ihnen einen merk- tlchen Unterschied. Die ans flacher Erde nnd also horizontal liegen haben eine gute Lage, wenn der Grund und Bo­den trocken ist, und die Feuchtigkeit vom ^cegen und Schnee leicht annimmt und eben so bald wieder ausdünstet. Sie geben gewöhnlich viel wohlschmeckendes, gesundes, nahrhaftes und reichliches Gras, und man kann zu ihrer Verpste- gllng und Verbesserung mit mehrerer Sicherheit etwas thuu , als an manchen andern Wiesen. Ist aber der Boden naß und sumpfigt, so wachst daselbst nur schlechtes und wenig Gras, das die Kühe nicht gerne fressen , und ihre Milch eher vermindert, als vermehret.

Bei den Wiesen, die an Beraen liegen, tragt auch die Himmelsgegend zur mehreren und geringem Frucorbar- feit vieles bei. Besonders behauptet dre Sud - und Ostseite den Vorzug/ dem dw Morgensontte auf das Gedei­hen und den Wachsthum des Grases ei­nen grohen Einstuß hat, und die Luft kann demselben ohne Hindernis dielen ' gen Kräfte mitcheilen, die den Thiercn zur Gesundheit gereichen. Auch kann das gemahete Gras an diesen Seiten weit eher getrocknet werden. Ganz an­ders ist es mit den Wiesen beschaffen, die an der Nord - und Westseite der Berge liegen Schnee und Frost hal­ten sich daselbst nicht allein länger auf, sondern der kalte Nordwind hält auch im Frühjahr die Keimen des Grases weit langer zurück, weiches auch der Fall mir den Flöhgebirgen ist, die in manchen gebirgigten Gegenden von Westen nach Osten aneinander fortlaufen.

( Der Verfolg künftig.)

An den Bergen werden auch in vie­len Gegenden Wiesen gebauet, aber diese sind ebenfalls in Absicht auf ihren Grund und Boden sehr verschieden. Einige haben einen- h nlänglich tiefen Grund,, und bisweilen 3 bis 4 Fuß gute Erde , darinn sich die Feuchtigkeit lange hält, und die Wurzeln des Gra­ses und der guten Kräuter tief genug gehen können. Andre hingegen haben kaum einen Fuß t ef Erde, und darun­ter Kiesel, Schiefer und anderes Ge­stein , daher denn dergleichen Wiesen bisweilen nicht so ergiebig sind, als jene.

Doch machen auch manche Gegen­den davon eine Ausnahme, und man findet Berge, die fast ganz aus Kalk­steinen bestehen, über sich kaum eine Hand hoch schwarze und fette Erde Ha­den , dabei aber doch ein schönes Gras nicht kärglich geben.

Bekanntmachungen»

1) Das dem Bürget und Bier­brauer Heinrich Christian Magnus da­hier, zugehörige Wohnhaus nebst Zu­gehör in der Wallthorstrase, neben Hein­rich Ferber und Aaron Ziegelstein, nebst der in der Steinwegsga, e zwischen Da­niel Steinberger und Christian Wallen­fels stehenden Scheuer, soll Donnerstag den 20ten Januar künftigen Jahrs des Nachmittags um 2. Uhr auf dahiesigem Rathhaus auf das Meistgebot öffentlich versteigert, und die Bedingungen im Termin eröfüet werden.

Giessen den 29ten Dec. 1819.

Grosherzogl. Hess. Stadt-Amts- secretariat das.

S t a u d i n g e r.

2) Mittwochs den 19fen dieses, Vormittags 10 Uhr, sollen in dem hiesi­gen herrschaftlichen Hofhaus

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