B e ka n n t m a c h u n g.
i®« ein Thei! der Einwohner »on Giessen der s b - > - D i r e c t > ° n der d n h > e s > g e n E n t w n s- r u n, n st 2 l t verschiedene Zweifel und Anstände über diejenigen Arbeiten hat vortragen jassen, welche dermalen dem Großherzogl. Wafferbaumcister Kohl ermann nach dem, von dem verstorbenen Großherzogl. Hofkamn, rathe Jaeger entworfenen Plane in Ausführung gebracht werden, so hat man sich bewogen gefunden, solche der P fung ernes dritten Sachverständigen zu unterwerfen, und den Großherzogl. Hofkammerrath Kr ö n c k e/als Rh bau /Inspektor, hierum ersucht. 1
thcilt dem hiesigen Publikum das von demselben erstattete Gutachten andurch mit, weil solches die er ten Bedenklichkeiten beseitiget und beantwortet. Giessen, den 23ten Julius 1813.
Die Ober-Direktion der Entwässerungs-Anstalt der Stadt Giessen.
Freiherr von Münch.
____________________ Vt. Muth
P. M.
Den b er maligen Zustand der Entwäfferungs - Arbeiten bei der Stad Giesse u betreffend. 1
Auf das Gesuchschreiben, welches die Ober / Direktion der Entwasserungs/ Anstalt der Stadt Giessen unt 13ten d. M. an mich erlassen hat, und wonach die Ober / Direktion wünscht, daß ich die gedachte Entwässerui Anstalt einsehen und meine gutachtliche Meinung darüber ciussern möge, habe ich mich den 2iten dieses hiei nach Giessen begeben.
/' , Nach sorgfältigem Durchlesen der über diese Entwässerungs /Anstalten von der Ober / Direction mir mf theiltcn, und hierbey wieder angebogenen Acten, und nachdem ich das Locale, in Begleitung des Herrn Ssa! Baumeisters Kohlermann, gehörig eingesehen habe, gebe ich mir die Ehre, mein hiernach gewonnenes Ürtheil dieser Anstalt der Ober r Direktion in Nachstehendem mitzutheilen.
Die von dem nun verstorbenen Hofkammerrathe Jaeger vorgeschlagenen, und bisher zum Theil ausgefuh' und im Werk begriffenen Arbeiten, haben einen doppelten Zweck, nämlich '
1) der Stadt Giessen hinsichtlich des Gesundhetts / Zustandes ihrer Bewohner eine bessere Luft und seres Wasser zn verschaffen, und
2) die in dem Wicscckthal gelegenen Wiesen zu verbessern.
Die Regulirung des Grabens um —, und so weit es thunlich ist, der Kanäle in der Stadt, so wie der genannten Putvergrabens, oder des Ausgcrinnesj bis zu seinem Ausflusse in der Wieseck, har blos den ersten Zt Die Regulirung der Wieseck ist hinsichtlich beider Zwecke vorgeschlagen worden.
Das; die Stadt Giessen eine niedrige, sumpfige Lage hat; daß die Zirkulation des durch das Eingerinn gelassenen Wassers durch die Kanäle in — und den Graben um der Stadt, so wie die Abführung des in der E sich sammelnden Wassers, schlecht von Statten geht; daß dieses Wasser, zu dem sich in der Stadt mancherley reinigkcücn sammeln, .eben daher stehend, faul und stinkend wird; daß viele Keller in der Stadl häufig manche in der Regel, mit Wasser gefüllt sind; daß die Brunnen in der Stadt meistens Sumpfwasser liefern ; alle diese Umstände sehr nachtheilig auf den Gesundheitszustand von Giessen wirken, und daß diese Uebel in r ren Zeiten, und besonders nach dem Schleifen der Festungswerke, sehr zugenommen haben, und immer noch, zunehmen müssen, wenn denselben nicht kräftig entgegen gewirkt wird — alle diese von dem nun verstorbenen ‘ .. • ' i


