Ausgabe 
11.4.1818
 
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Bekanntmachungen.

1) Weil das jüdische Osterfest sich erst den 28ten dieses des Abends en­digt, weshalben der auf den 27. und 2Lten dieses Monats fallende Pferde < und Rindvieh-Markt so wenig als der den 29ken ejusdem fallende Vieh - und Krämer-Markt, von den israelitischen Handelsleuten besucht werden kann, so hat Grosherzogl. Hess. Regierung da­hier auf Ansuchen der Handelsleute und Professionisten zu verordnen gnä­dig geruhet:

Laß der bisher den Tag vor Him­melfahrtstag bestandene hiesige Markt, so wie vorher statt des unterbleibenden Vormarkts aber Montags zu Lollar und Dienst- rags dahier den 19. und 20. Mai Vieh - und Krämer-Markt ge­halten werden solle;

welches also zur Nachricht der Han­delsleute hierdurch bekannt gemacht wird.

Giessen den 7ten April 1818.

Grosherzogl. Hess. Stadt-Amt. R a y ß.

2) Nachstkünftigen Montag, den 15fett dieses , Vormittags um 10 Uhr, sollen auf dahiesigem Rathhaus nach­benannte, zum hiesigen Burger-Hos­pital gehörige Wiesen, als

68 Ruthen 14 3/4 Schu am kleinen Steinweeg,

71 Ruthen 12 Schu über dem alten Schlag im Entenpfuhl, auf das Bruch stosend,

11/2 Morgen 26 Ruthen auf der Au bei dec Speck, stößt auf die Wie- seck,

113 Ruthen 41/3 Schu auf der Au, am Hammweeg ,

154 Ruthen 11 Schu auf der Au, am Zelsgraben, die Opfer-Wiese ge­nannt,

4 Morgen 55 Ruthen auf der A«, in den Simmetswiesen ,

2 Morgen 69 Ruthen 4 Schu am stol­zen Morgen, am Sauergraben,

62Ruthen am Morgen-Weeg, 1 Morgen 11 Ruthen am Gteiberger

Pfad,

21/2 Morgen 19 Ruthen in der Al- kendusecker Gemarkung, ist zehend- bar,

zum Abnutzen auf weitere 6 Jahre, un­ter denen bei der Versteigerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen, an die Meistbietenden verstrichen werden.

Giessen den 9. April 1818.

G. Krug.

2) Das zu dem Nachlaß des ver­storbenen Invaliden Melchior Löbee dahier gehörige halbe Wohnhaus nebst Zugehör, wovon die andere Hälfte dem Burger und Schneidermeister Pimbee angehörk, auf dem Neuenweg zwischen dem Wagnermeister Steinberger und Bäckermeister Schreiber stehend, soll der Auseinandersetzung unter den Kin­dern wegen nächsten Donnerstag, den löten dieses Nachmittags um 2 Uhe tn dem gegenüber befindlichen Wirth Schieferischen Hause dem össentlichen Meistgebot ausgesetzt und auf den Fall eines annehmlichen Gebots unwi- derufiich zugeschlagen werden. Die nä­heren Bedingungen hierbei wird man vor her Versteigerung im Termin selbst eröffnen.

Giessen den 10, April 1818.

Grosherzoglich Hessisches Garni­sons-Gericht das.

A m e n d.

3) Da die Erben des Burger und Drechslermeisters Carl Wilhelm Schaf- stett Willens sind, den von ihrem Erb­lasser hinterlassenen Antheil Wohnhaus auf dem Marktplatz, weiches mit Jo­han-