Ausgabe 
8.7.1815
 
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neten Deytrag f-stzus-tz-n und in Erhebung 8« Wen. Inzwischen wünscht bicfefte in mehreren Rücksichten einer Anordnung dieser Art überhoben zu s-pn, und glaubt zugleich durch die so ost erprobte Wohlthätigkeit des bey weitem grö- seren Theils des hiesigen Publikums sich zu der Erwartung berechtigt, daß das­selbe sie auch ohne das durch Zusicherung frepwilliger B-Yträg- in Stand fetzen, werde, den zerrütteten Umständen der Armenkasse abzuhelfen, und sowohl dem Armeninstitut Überhaupt als insbesondre der Armenschule eine gesicherte und den dermaligen Verhältnissen entsprechende Einrichtung geben zu können. Indem dahero demselben di- gegenwärtige bedrängte Lage der Armenkasse crofnet wird, ,ind sämtliche hiesig- Einwohner dringend aufgefordert werden, zu deren Unter- stükung nach Kräften mitzuwirkcn; so wird zugleich das Ansinnen angefugt, daß jeder in dem ihm vorgelegt werd-nden V-rz-ichniß bey seinem Nahmen, das was er von Anfang des künftigen Monaths an für das hiesige Armuth wöchent­lich oder monathlich bepzutragen sich entschliefet, bemerken f>!$ aber eines oder der andere dies nicht allgemein bekannt werden lassen will, dem Borzeiger dieses -inen v-rsi-a-!t-n Zettel, der seinen Nahmen und fein wöchentliches, ode­monatliches Beytragsquamum enthält, zur weiteren Ablieferung zustellen möge. Da das hiesig- Publikum in mehreren Fällen sich so bereitwillig gezeigt, selbst fremder Noth mit Beyträqen entgegen zu kommen; so zweifelt unterzeichncke Bchörde nicht, daß dasselbe auch di- nemliche Bereitwilligkeit zur Unterstützung ' d-r hiesigen Armen ohne weiters bezeigen, und jeder seine Beytrage nach seinen V-rmög-nsumstanden angemessen bestimmen werde. Sie fügt sonnt vorjezt nur noch di- Versicherung an, daß sie, sobald sie weis, auf wieviel sie zuverlässig rechnen kann, ein- gesicherte und zweckmäßige Einrichtung des Armeninstituts m ohng-säumt- Beratung ziehen, sodann nicht allein das Publicum über die m dieser Absicht getroffen werdende Anordnungen in Kenntmß setzen, sondern auch demselben von Zeit zu Zeit den Fortgang des Instituts und di- V-rwendunS d-r für dasselbe eingehenden Gelder ausführlich vorl-g-n wird.

Gießen den 15. July 1815.

Großherzogl. Hessische Polizey- und Armendeputation.