— ) 178 ( —
Ediktalladungeir.
1.
Da inan zur Berechnung undNich- tigstellung des Activ- und Passiv-Ver- mögens des unlängst mit Tod abge- gangenen Johannes Schneiders und dessen dermal im Stockhaus zu Giesen sitzenden Wittwe, gebohrnen Vogelin von Grosenbuseck, zu wissen nökhig hat, wer an diese Vermögens - Mähe rechtliche Forderung zu machen har, so werden sämtliche Gläubiger der er- sagten Johannes Schneidetischen Eheleuten aufgefordert, in dem auf
Donnerstag den lOtenNoo. a. c.
Morgens 9 Uhr ad liquidandtun anberaumten Termin vor Amt dahier, entweder-in Selvst- person oder durch genugsam Bevollmächtigte zu erscheinen und ihre Ansprüche so gewis anzuzeigen und Uqutdo richtig zu stellen, als sie sonst hiermit weiter nicht gehört, vielmehr abgewie- feu werden sollen.
Grosenbuseck den 16tenOct. 1813.
Grosherzogl. Hest. Freihcrrl. von Buseckischcs Justiz-Amt daselbst.
Reiz.
II.
Der Einwohner und Gemeinds- mann Wilhelm Schmidt dahier zu Grosenbuseck, hat so viele Passivschulden contrahirk, daß zu Tilgung derselben, dessen Aktiv-Vermögen bei weitem nicht anreichet ; es ist daher von Grosherzogl Ho'gericht zu Giesen der förmliche Eoneurs erkannt, und zugleich verordnet worben, daß in termmo li- qnidatioais zuvor die Güte angelegent- lichst versuch werben soll. Da nun der Llguidations Termin auf
Montag den 22ieu Novbr. a. c.
Morgens 9 Uhr anberaumt worben; so werden alle, sowohl bekannte als unbekannte Gläu
bigere des ersagten Wilhelm Schmidt hierdurch geladen, alsdann entweder in Person, oder durch genugsam Bevollmächtigte — welch leztere auch über die zu versuchende Güte beauftragt seyn müssen — vor unterzeichneter Stelle zu erscheinen, und ihre Forderungen so gewiß anzuzeigen und liquid zu stellen, auch des Versuchs der Güte sich zu gewärtigen, als sie ansonsten mit ihren Forderungen von der Masse ausgeschlossen? und damit weiter nicht gehört werden sollen.
Grosenbuseck den 19ten Oct. 1813.
Grosherzogl Hess. Justiz-Amt der Freiherrn von Buseck daselbst.
Reiz.
Bekanntmachungen.
1) Da die Zeitumstände, und zwar Vorzüglich Die Sperrung der Evmmu- nication mehrere hiesige Studierende abgehalteu haben, zu der färben Anfang der Vorlesungen bestimmten Zeit hier einzutreffen, so bat der akademische Senat aus Rücksicht aufdercn Interesse den unfehlbaren Anfang dieser Vorlesungen aufMontag den 8ten November d. I. festgesetzt; welches hierdurch zur Nachricht derjenigen, die es angeht, öffenllich bekannt gemacht wird.
Giesen den 29ken Oktober 1813, Dr. G. C ä m m e re r, d. Z. Rector.
2) Den 1 teil künftigen Monats und folgende Tage wird eine, ansehnliche Sammlung von Büchern, aus den Fächern der Jurisprudenz, Ge- schichce, Philologie und der schönen Wissenschaften, wie auch eine grose Pnrkhie von sehr schönen Kupferstichen dahier in Giesen, Nachmittags von 2. bis 5. Uhr in der Wohnung des Wein-
wirth


