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Die Bedrängnisse des 30 jährigen Rriegs. (Verfolg.)
1631.
Landgraf Georg zog wegen des Krieges, der sich nach der Schlacht bey Leipzig in die Maingegenden gezogen hatte, mit seinem Hofstaat nach Giessen und nahm seine Wohnung im Col- leggebäude. Er reiste einigemal von hiernach Frankfurt, um dem König Gustav Adolph einen Besuch zu machen. Der Landgraf erklärte sich für neutral, welches jedoch dem König nicht gefallen wollte. Die Schweden nahmen im Lande hin und wieder nur auf etliche Tage Quartier, ihr Betragen war nicht feindlich. Auch für dieses Jahr wurden 4Buß - Fast- und Beträge angeordnet.
1632.
Da die Schulen sehr in Verfall gekommen waren und daher die Menschen roh und unwissend aufwuchsen, da in manchen Dörfern gar keine Schulen mehr gehalten wurden, so ordnete Landgraf Georg 11. eine allgemeine Schulvisitation im Lande an, zum Com- missarius wurde der Superintendent Feuerborn ernannt.
1633.
In Marburg brach die Pest aus und es starben viele Menschen daran Deswegen wurde die Universität um Martini wieder hierher verlegt; sie blieb ungefähr ein Jahr hier.
Kaiserliche Truppen nahmen Gleiberg ein. plünderten und verwüsteten das Schloß und die Wohnhauserz weil Graf Ernst Casimir von Nassau Weilburg ein Freund Frankreichs war und sich in Frankreich aufhielt. In der Folge nahm Hessen-Darmstadt die Huldigung im Amt Gleiberg ein, so wie früher in den Grafschaften Äsen bürg
und Solms, Hungen. Das Glück der Schwedischen und Französischen Waffen gegen die Kaiserliche« vereitelte diese neuen Acquisirionen.
(Der Verfolg künftig.)
Bekanntmachungen.
1) Montag den 6ten Sept. und die folgenden Tage, Nachmittags um 2 Uhr, sollen in der Seipischen Wohnung in der Wallthvrstrase, die vom verstorbenen Herrn Geheimenrath von Riffe! hinterlassene Mobilien, nemiich Silber, Weißzeug, Bettwerk und anderer Hausrath, auf Verlangen dessen Herrn Erben, und den 7ten desselben Monats, Vormittags um 10 Uhr, der Garten auf dem Selzersberg gelegen, dessen Ruthenmaas, so wie die Bedingungen, in dem Termin werden bekannt gemacht werden, öffentlich, und zwar das Mobiliar - Vermögen gegen gleich haare Zahlung versteigert werden.
Giesen den 19ten Ang. 1813.
Von Commisftons wegen.
D i.e tz , Grosherzogl. Commissionsrath.
2) Künftigen Montag, den 30ten August und künftigen Donnerstag, den 2ten September, des Vormittags von 9 — 11 und des Nachmittags von 2—4 Uhr, sollen in der Behausung des Burgers und Schuhmachermeisters Franz an dem Lindenplatz , in der 3ten Etage, einiges Gold, Silber, Zinn, Kleider, Weißzeug, Tafeltücher, Servietten, einige Meub'es, worunter hauptsächlich ein großer Schrank zu bemerken, und sonst allerhand Hausrath, gegen gleich baare Zahlung öffentlich an den Meistbietenden versteigert werden.
Giesen de» 25ten Aug 1813.
In Auftrag.
Seyd, Grosherzogl. Hess. Secretair.
5) Von


