einem Kaiserlichen Herr, das der gangenen Johannes Schneiders und Götz anfnhrte, ein Üngewitrer drohte, dessen dermal im Stockhaus zu Giesen Dieses Heer stand im Jul. einige Tage sitzenden Wittwe, gebohrnen Vogeli» von
pital waren. Unter den Verstorbenen waren manche Fremde, welche bei den Bedrängnissen der hin und her ziehenden Soldaten in der Festung Schutz suchten.
Durch das grose Sterben waren manchen Leuten Erbschaften zugefallen, an die sie nicht gedacht hatten. Es fanden sich daher auch manche Hciraths- lustige, den 29. Februar u. a. wurden, nach gehaltenem Gottesdienste, 13 Paar Eheleute in der Kirche zusammengege- brn.
Als Landgraf Wilhelm V. und der Schwedische General Lcßlie zum Ent-
Rhein- und Maingegenben abmähen und verkaufen, wodurch viele Familien in Hungersnokh geriekhen. Zu den überall verbreiteten Kriegsbedrängnis« feit kam eine erstaunliche Menge Mause und das sehr überhand nehmende Wild, welche den größten Theil der Erndte verzehrten. Auch Frösche gab es damals in auserordentlicher Menge. Es entstand uun eine allgemeine Theurung und Hnngersuoth, manche Leute starben aus Mangel. Es galt damals bei uns 1 Achtel Korn 6 Reichskhlr. z.Cvn- veutionskhaler ) , 1 Achtel Walzen desgleichen, 1 Achtel Gerste 6 Rrichsthlc., I Maas Bier 4 Alb , 1 Ey 4 Pfennige, ( Kreuzpfennige, jezt Kreuzer )
Und doch war in der Ecadt der Mangel weit weniger, als auf dem Lande, weil Landgraf Georg 1L für Anschaffung von Magazinen und Unterstützung der Armen väterlich sorgte. Eben dieses that Landgraf Philipp in Butzbach Die reichsten Leute Harken damals das Brod unter ihrem Schloß und schnitten den Kindern und dem Gesinde die Srückche-n eigenhändig zu. D e armen Leute assen Brod aus gemahlenen Eicheln, Leinsamen, Rüb« schnitzen, Obstschnitzen u. dgl. Kleyen- brod galt für einen Leckerbissen.
(Der Verfolg künftig.)
Ediktcrl.'adungen. l.
Da man zur Berechnung und Rich-
satz der belagerten Festung Hanau von Cassel auszog, kamen sie den 13. Junius in der hiesigen Gegend vorbei, sie plünderten Marburg, Wetter, Frankenberg (welche damals unter Hessen- Darmstädtischer Herrschaft standen,) auf das grausamste Zwischen einzelnen Skreifparthieen und Soldaten aus der Festung sielen Feindseligkeiten vor, wobei mehrere tobt blieben. Manche friedliche Landleute wurden von Heffen- Caffelischen Reutern erschossen. Das feindliche Heer lies sich verlauten,, daß, hätten sie Hanau entsetzt, sie Giessen ohne grose Mühe erstürmen wollten. Sie nahmen indessen in der Folge den Rückzug über Grüningen nach Kirchhain, ohne im mindesten einen Versuch dazu zu machen. Sie durften auch eine „
B lagernng um desto weniger wagen, tigstellung des Activ- und Passiv-Ver- da den Hessen - Cass lischen Landen von mögens des unlängst mit Tod abge-
Dic zwischen Wetzlar und Klein-Glrmes itn
Bedrängnisse des 30 jährigen Rriegs. Lager, zog sich jedoch von daüberDil- ( Verfolg. ) lenburg in das Westphälische.
1636. Der Kaiserliche Oberfeldherr Graf
Das Sterben lies nach, man zählte von Gallas, He5 alle Früchte in den überhaupt in diesem Jahre hier 336 Tobte, unter welchen 65 aus dem Hos-


