Einzelbild herunterladen

e=* ) 138 (»

Die

Bedrängnisse des so jährigen Rriegs.

(Verfolg.) 1628.

In diesem Jahr wuchs kein Apfel, keine Birne, und nichts von Rüben, Hopfen, Wicken, Bohnen u. dgl. weil alle Früchte in der ganzen Gegend er>' froren waren. Die Meste Waizen hat 20 Albus, die Meste Erbsen ebensoviel, und die Maas Wein 20 Albus, auch einen halben Thaler gekostet. In kei­ner Dorfschenke war Wein zu haben, obgleich in jenen Zeiten an den meisten Orten unserer Gegend Wein gebaut wurde.

Gleich nach Ostern zeigte sich die Pest in hiesiger Stadt. Sie herrschte von Jacobi dis Catharinentag und star­ben daran 61 Personen, allemal meh­rere aus einem Haus. Man machte die Anordnung, daß diese ohne Klang und Gesang begraben wurden , und die­jenigen , welchen man das öffentliche Begräbnis nicht versagen mochte, wür­ben auf einem Karrn hinausgesahren. Verstorbenes Gesinde wurde durch den Betkelvogt auf einem Karrn hinaus­geführt.

1629.

Auch in Darmstadt brach die Pest aus, Landgraf Georg II. zog deswegen mit seinem ganzen Hofstaat und Canz- ley nach Lichtenberg. Wegen der Pest sowohl als wegen der überhand neh­menden Kriegsgefahr, wurden 6 allge­meine Buß - Fast- und Bettäge im ganzen Lande ungeordnet Auch wurde Von dieser Zeit an um 10, um 11 und um 5 Uhr zum Gebet geläutet.

Den 22. Okt. brach in der hiesigen Fürstlichen Hofscheuer Feuer aus, und alle Früchte, Heu und Stroh verdrann- ren. Man berechnete den Schaden auf Mehrere tausend Thaler.

(Der Verfolg künftig.)

Bekanntmachungen.

1) Samstag den 2Lten dieses Vor- mittags um 10 Uhr soll zu Leihgestern in der Wohnung des Schöffen Heß der Kempfische Scholln Pacht daselbst öf­fentlich versteigert werden. Die Be­dingungen und Verhältnisse dieses Pachks werden in dem Termin den an­wesenden Liebhabern bekannt gemacht werden. Giesen den 17. Aug. 1815.

Von Commissions wegen.

Dietz, Grosherzogl. Commissionsrath.

2) Montag den 6ten Scpt. und die folgenden Tage, Nachmittags um 2 Uhr, sotten in der Seipischen Wohnung in der Wallthorstrase, die vom verstor­benen Herrn Geheimenrakh von Riffel hinterlassene Mobilien, nemljch Sil­ber, Weißzeug, Betlwerk und anderer Hausrath, auf Verlangen dessen Herrn Erben, und den 7ten desselben Monats, Vormittags um 10 Uhr, der Garten auf dem Selzcrsberg gelegen, dessen Ruthcnmaas, so wie die Bedingungen, in dem Termin werden bekannt gemacht werden, öffentlich, und zwar das Mo­biliar - Vermögen gegen gleich baare Zahlung versteigert werden.

Giesen den 19tcn Aug. 1813.

Don Commissions wegen.

Dietz, Grosherzogl. Commissionsrath.

3) Nachdem Eleonore, des Bur­gers und Schuhmachers Matthäus Pfeil hinterlassene Wurme dahier ent­schlossen ist, ihr in der Neustadt ste­hendes Wohnhaus Nro 621. und ihren auf dem Hamm gelegenen Garten, öf­fentlich verstreichen zu lassen; so wird zu dieser Versteigerung Termin auf Montag den 6ren September des Nach­mittags um 2 Uhr anf dahiesigcm Rakh- haus anberaumt, und können die Kauft Urb-

lic' faf

öf

B

d v rr

4 ti

s

c k f