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Noch einige berühmte Giesser.
( Verfolg.)
8. Johannes Salveld, Rentmeister zü Marburg. Sein Vater Andreas Salvelo, Rentmeister allhier, starb 15?9. Von ihm und seinen Geschwir stern kaufte die Stadt das jetzige Su, perintendenturgebäude.
9. M. Adam Schedel, Diaconus zu Pfungstadt, starb 1586 in jungen Jahren.
10. Balthasar von weitolshau- Len, genannt Schrautenbach, Fürstlicher Rath, Hofmeister und Amtmann zu Lichtenberg, starb 1613, alt66 Jahre. öi'in Vater gleiches Namens war Rittmeister , sein Grosvaker Amtmann in Giessen.
11. Georg Ebel, Baumeister und Stückhauptmann in Giessen, starb 1608. Landgraf Ludwig IV. zu Marburg, der -selbst ein vorzüglicher Bauverständiger war, beehrre ihn mit seinem Vertrauen. Er war der Baumeister bei dem Bau des neuen Schlosses.
12. Johannes wormbfer, Lehrer der Rechte zu Tübingen, und zwar prof. iur. feudalis et canonicaruiu sanctionmn. Starb den 20. Oktober 1659 , alt 59 Jahre.
13- Johannes Wormbfer, Doctor der. Mevicln und Sladlphysicus zu Giessen , starb den 15. Dec. 1688, alt ^7 Jahre.
(Der Verfolg künftig.)
Polizey - Publicandum.
Es wird hierdurch verordnet, daß Jedermann der Tauben hält, solche wegen der dermaligen Gersten-Aussaat , diese» Monakh durch nicht ausfliegen — sondern in den Taubenschlägen eingeschlosseu Hal en solle.
Giesen den 5ten Mai 1813.
Grosherzogl. Hess. Polizey- Deputakiou das.
Bekanntinachungen.
E 1) Nachdem der Wirth Henrich Junger in Reißkirchen sich freiwillig entschlossen hat, seine daselbst an dec Chaussee zwischen Giese» und Grünberg gelegene und zur Wirrhschaft vorzüglich gut eingerichtete Hofraite, bestehend
a) in einem geräumigen zweistöckigen Wohnhaus, worinnen eine Brantweiudrennerey und ein guter Brunnen, so wie nahe daran ein guter Obst- und Graßgartcn von circa 20 Ruten groß befindlich ist, b) in einer grosen Scheune, und so, dann
c) in Stallung zu 18 bis 20 Stück Pferden, desgleichen zu 8 Stück Rindvieh und 20 bis 25 Stück Schweinen,
zu Tilgung.feiner dringendsten Schulden
Dienstags den Iten Jun. l. I. NachiNlitags um 1 Uhr unter den bei der Berste gerung eröffnet werdenden Bedingungen, ostenk- lich meistbietend zu versteigern ; so wird dieses mit dem Bemerken andurch bekannt gemacht, daß die auswärtige Steiglustige nur alsdann zugeiasse» werden können , wenn sie zuvor wegen ihrer Zahlungsfähigkeit durch obrigkeitliche Cerlificate, sich gehörig legi- timirt haben werden.
Zugleich werden alle, sowohl bekannte als unbekannte Gläubiger des gedachten Wirths Henrich Jünger hiermit eclictaliter vorgeladen , in dem auf Donnerstag den 3 Junius l. I.
Morgens 8 Uhr ad liquidandum anberaumten Termin entweder in Person, oder durch genug, fam bevollmächtigte Anwälte vor unterzeichneter Gerichtsstelle so gewiß zu erscheinen, und ihre Forderungen liquide richtig zu stellen, als sie sonst va üi


