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Verzeichnis ^6 iv hiesig en Stadtpf ar r er.
( Verfolg.)
Bald darauf wurde Greser> nebst Lern Sradthalter in Marburg Georg von Dolmetsch und dem Hofgerichts-Assessor Lrc fr Ran, a!ö Eommiffarius nach Grünverg geschickt, um den Tumult der W^dertäufer beyznlegen. Er disputirre hier viekmit mehr, als 50 Wiedertäufer, welche verhaftet worden waren, und ob sich gleich ihr Rädelsführer, namens tzchtrabel, bekehne, so blieben doch sie Hörigen hartnäckig bey ihren Satze« und liefen sich willig ins Gefängnis zurückführen.
Als über die bevorstehende Bigamie L> Philipps des Grosmürhigen viel geredet und gestritten wurde, erklärte sich Grefte sowohl mündlich , als schriftlich, dagegen, Er rhat es aber mir solcher Mäßigung, daß er d.ex Gnade fernes Für- fftu versichert blieb.
Als 1539 mehrere Fürsten und Gelehrte nach Frankfurt zu dem daseihst bestimmten Fürstenrag reisten, hielten sie hier ein Nachtlager. Unter dielen waren Kurfürst Johann Friederich von Sachsen, Herzog Moriz, Philipp Uleranchthon u. a. m. Auf Behebl L. Phi- Zipp'S mußte damals Greftb vor 9 Für-r- ften uns 5 herühmrerr-Gottesgelehrten in Der Skadtkirche predigen. Herzog Moriz lernte ihn hier kennen und gewann ihn so lieb, daß er ihn 1542 zu der erle- Digten Superin-tendentenstelle nach Dresden berieft Grefte verlies mir den Sei- ssigen Giessen ungern, wo er eine ihn sehr Liebende Gemeinde, ehrliche Besoldung, rin eigen Haus, Aecker, Ltz'esen und Garten , und einen ziemlichen Vcrrarh von Hausrath und-andern Sachen, verlieS,- Zu welchen GAck^gütern er, wie er selbst. rLzaylt, in Dresden nicht wieder gelan? gen ko.ttnre. Ein Beweis der Xiebe sei
ner Gemeinde ist unter andern der, daß- der Stadtrarh ihn auf öffentliche Kosten in Marburg zum Magister wollte pro-- nwviren lasse». Er bedankte sich aber schönstens und sagte, daß er nach em-- pfaheuem gradu nichts desto gelahrter ftyn würde.
Greftr stand noch 49 Jahre in feir nem Amt in Dresden, und starb beiv 29ten Sept. 1591., im 8?sten Jahre sesA. ues Alters.
(Der Verfolg künftig.)
Bekanntmachungen.
„ 1) Nachdeme von Höchsten Orten gnadigst verordnet worden, baß hinsühro in den Monathen November, Decem- der, Januar und Februar, die Sperre an den Stahr-Thoren um 8. Uhr, in den übrigen Monathen aber um 10. Uhe ihren Anfang nehmen soll; so wird svl-r cheS hiermit öffentlich bekannt gemacht» Giesen den rlrten Februar 1812.
Grvsherzogl. Hess. Stadl-Amt» . - R ayß.
2) Johannes Loh, Sohn von Benjamin i! 0 h, ehemaligem Einwohner in de.m hlesigen Landamtsorte Fellingshauf-» sen, «752 gebvhreu usto über ZoJalwe abwesend, oder dessen allebfallsige Des- cendenren werden hierdmch öffeurtichvor- geladen, um *esp- ctive daS elterliche U4td von Ludwig Loh angefallene Vermögen innerhalb-Z Mvnaten anznlreren, aU dasselbe sonst derr anwesenden nächsten Verwandten gegen Eaution auSge» händigt werden wwd. .
Giesen den taten Febr. 1812.
Grvsherzogl. Hess. Land-Amt. Folien ins.
3) Den Kramer Berschen Kindern dahier, ist von einem seit dem Jahr 1802. in Marburg gelagerten Faß Taback, A. B, alten/Wilhelm Stein, Virginische


