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Verzeichnis Her hiesigen Stadtpfarrer.

(Verfolg.)

14. Johann Andreas Schilling, aus Pösneck im Saalfeldischen gebürtig, der mit Gottfried Arnold nach Giessen gekommen war, wurde 1699 zu des Vor­hergehenden Nachfolger ernannt und er­hielt 1702 zugleich die zweite Burgpfarr­fielle. Nach Gchenck's Tode 1727 wurde er erster Stadt - und Burgpfarrer, und 1731 zugleich Consistorialassessor. Diese lezte Stelle erhielt er, um den vielbe- fchäftigten D. Ra mb ach zu erleichtern. Er war der zweite unter den hiesigen Geistlichen, welcher fein 50 iähriges prie­sterliches Jubiläum feierte. Er starb im folgenden Jahr, bm 17. §ebr. 1750, alt 85 Jahre,

15. Christoph Ludwig Rüdiger, der Sohn des hiesigen Superintendenten Jvh. B. Rüdiger, wurde 1727, nach Gchenck's Tode, Stadtpfarrer, und in der Folge auch Definicor. Seit 1721 war er auserordeurlicher Professor der Philosophie. Er war viele Jahre kränk­lich , und starb den 1-2. Febr-. 1742, alt 55 Jahre.

16. O. Joh. Philipp Fresenius, der 1734 zweiter Burgprediger und erster Lehrer am Pädagog, 1736 HofdiakonuS zu Darmstadt geworden war , wurde den 11. Nov. 1742 als zweiter Stadt - und Burgprediger, und Definitor hier vorge- stellr. .Er bekleidete kaum dreiviertel Jahre diese Stelle, indem er einem Rufe nach Frankfurt folgte, wo er 1761 als Senior starb.

17. M. Henrich Daniel Müller, aus Buchenau Amts Bieoeukopf, wurde 1743 zum zweiten Stadt- und zugleich Burgprediger, ernannt, nachdem er vor- her Burg- und Fr-yprediger, und Pri-- vatdocenr bei der Universität, gewesen war. Er erhielt 1748 zugleich eine au-

serordentliche Lehrstelle in der Theologie? 1750 gieng er als Metropolitan nach Ech­zell ab, wo er den 22. Merz 1797, in einem Älter von 85 Jahren, starb.

18. M. Johann Conrad Eberwein, aus Giessen, seit 1733 Lehrer am Päda­gog, wurde 1750 als erster Stadt - und Burgprediger ordinirt. Er starb nach drey Jahren den 6. August 1753, im 47ftenJahr.

19. Johannes Schmidt, ans Bräungeshain gebürtig, seit 1745 Lehrer am Pädagog, erhielt bei der gedoppel­ten Vakanz 1750 die zweite Stavr - und Vurgpredigerstelle, und hielt acht Tage nach Eberwein seine Antrittspredigt. Er verlies Giessen 1761 und zog als In» spekror nach Lauterbach, wo er den 22. Aug. 1781, im 6zsten Jahr ftines Al­ters, starbt

(.Der Verfolg künftig.)

Bekanntmachungen.

.1) Auf Ansuchen mehrerer fremden Handelsleute, soll Mittwoch den 28ren Oct. ein nochmaliger Vieh- und Krämer» Markt allhier gehalten werden, welches hierdurch zu Jedermanns Nachricht be­kannt gemacht wird.

Giesen den ytenOct. 1812.

Grvsherzogl. Hess. Stadt - Amt daselbst.

R a y ß..

2) Die grösere Hälfte des den Herrn und Frauen Erben der verstorbenen Frey- frau von Gatzert gehörenden grosen Hau­ses in der Neustadt, kann nun in 3 schöne und geräumige Wohnungen abgetheikt, aus der Hand vermiethet werden. Zu jeder Wohnung wird ein Stück Garten abgegeben. Das Nähere kann bei Un­terzeichnetem erfragt werden.

Faber, Hvfgerichts- Advokat.

3) Da