Ausgabe 
15.8.1812
 
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ständige Tanzmusik gehalten. Getränke vorzüglich guter Art, Eßen, und son­stige Erfrischungen, werden zu haben seyn.

$o) Einem verehrungswürdigen Pttt blicum empfehle ich Mich ergeben^ in Ver­fertigung weiblicher GelchicNichkeiten, ver- spreche prompte Bedienung, und bitte höflichst UM geneigten Zuspruch.

Johannette Seeger, wohnhaft bei Musicus Hof­meier , in Der Schlvßgaß>

ii) Mit ErlanbntS GroSherzogl Pos lizey Deputation werde ich Sonntag den $3teu dieses zur Zeyer des Grveherzog- lichen NamensfesteS, ein Feuerwerk in dem Garten der Pnlvermnyle an der Lahn, abzubrennen die Ehre haben. In dem dicken Erlengebüsch des Gartens werden sich die verichiedene Farben des FeuerS vorzüglich gut ausuehmen; dann .ich habe Diesmal vorzüglich gute Piecen und vazn solche Feuerstösse gewählt, daß mein Feuerwerk 1 e0er nasten Witterung Trotz bieten kann. Niemals werde ich ein Feuerwerk mit transparenten Gegen­ständen wieder verbinden, dann keine Illumiualtvn kann Wind und nasser Wit­terung Trotz bieten, und kein Menlch ist im Stande, das was er versprochen, bei solchen Umstanden zu leisten, und wann er der erste Künstler ist.--

Ich bin überzeugt, daß mehrere Ein» wohnet Giesens schöne Feuerwerke gese» hen haben-, Feuerwerke, die öfters 2000, ^ooo, bis 4000 Gulden und drüber geko­stet haben r und dennoch nicht ganz ab­gebrannt werben konnten, weil sw durch feuchte Witterung verdorben ; dann Feuer, Wasser und Wind, können sich nicht zu­sammen vertragen. Ich ichmeichle mir also, daß ein jeder verständiger Mensch einsieht, baß bei dem besten Willen dem Mann leicht ein Versehen zur Last ge­

legt werdew kann , das er nicht Ich verlasse mich ganz auf meins vereh» rungswürbigen Gönner, und schmeichle mir einen zahlreichen Zuspruch»

Die Piecen werden an dem Tag, dK es abgebrannt wird, durch Zettel, die auf getragen , bekannt gemacht werden» Giesen den lgten August 1812»

C. H. Matthias«

Nachricht»

Da die Verloosung der Pretiofe^ welche schon mehrmals im hiesigen Wo­chenblatt bekannt gemacht woroen ist, meine Herrn Interessenten auf den Ge­danken bringen könnte, als 00 solche gav mchk auegespielt werden sollten , |i) mache ich hiermit betienieLoen bekannt: daß. der Zeitraum zum UuterbriNgeli der Loose bei Der vorigen Verloosung, < üie nur in 1500 Vob|en bestanden, ) vom iten April voiigen Jahrs bis den J-len November gedauert hat. Lei gegenwärtiger Ver- loosung sind aber 600 Xooie mehr, und noch kerne 8 Monate, |o wie del der vo­rigen ve»stoffen; auch sind mehrere an­dere Ausiplelungeu diSher vorgeuommew worden, die dem Absaz meiner Lvo»e int Wege waren. Die Anzahl meiner- vor» raihigen Loose ist noch zu beträchtlich, so daß Die Verloviung ijt noch nicht ge­schehen kann , und eS wird auch mein eit Herrn Interessenten auf eine 4 wöchige weitere Hinaussetzung nicht ankommen.

Viele haben geäußert, daß sie in den lezten Tagen vor der Ziehung, wann der Termin dazu fest beiummt fey, Loose ueymen würden. Um den Aissaz zu be» schleumgen, erbiete ich mich hiermit, att hiesige Liebhaber Loo,e bis 3» Tage vor­der Ziehung an Auswärtige aber blS 8. Tage vor Derielben gegen ihre Na» mm6 Unterschritt, auf Eredit zu geben * Dann aber müssen solche befahlt werden. Gegenfalö wird der ein unbezahl­tes