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Verzeichnis der Superintendenten des Oberfür- ftenthums Hessen.

( Verfolg.)

4. Superintendent der Alsfelder Diö» esse und der Grafschaft Nidda wurde, nach Schnabel's Lode, Johann pisto- riuö, aus Nidda, Doctor der Theologie und Oberpfarrer daselbst. Er wurde 1580, nach vieljährigen Diensten, Al­tersschwäche halber, in den Ruhestand versetzt. Starb 25. Jan. 158;, alt 80I.

5. JVL Helfrich Herdenius, aus Treißa bei Ziegenhain, Oberpfarrer zu Marburg, erhielt 1582 die Supenuten- Lentur des Lahnstroms. Starbtm Bad Zu Wiesbaden 19. Jun. 1588 # alt 50I.

6. Ium Superintendenten der Li strikte Alsfeld und Nidda wurde 1580 ernannt M. Georg Ntgrinus, auS Bat­tenberg gebürtig. Er wurde 1556 Pre­diger zu Homberg an der Ohm, 1564 Stadtpfarrer in Giessen, 1580 Pfarrer zu Echzell und Superintendent. Starb zu Echzel 10Sfr. 1602, alt Jahre. Er war ein fruchtbarer Schriftsteller und rüstiger Verfechter der evangeltschen Lehre.

7. D. Henrich Leuchter, aus Mil­fungen, wurde 1586 Prediger zu Kirdorf, 1588 Pfarrer und Superintendent zu Marburg. Er erhielt von L. Mvnz, alS derselbe die Erbschaft der Marburgischen Landesportion antrat, 1605 seine Ent- Zassung, wurde in der Folge Superinten­dent zu Darmstadt und starb daselbst 17 Aug 1623 , alt 65 Jahre.

8' D Jeremias vietor, aus Als­feld, wurde 1581 Stadtpfarrer, und 1604 der erste Superintendent in Gies» seu. Vorher wurde er Vice - Superin. tpndens genannt, weil er für Nigrin, der mehrere Jahre bettlägerig war, das Amt versah. Er starb an einem Fall von der Treppe, da er den Bräutigam Muer Tochter, den Prof. Joh, Stumpf,

begleiten wollte, den 8 Sept. 1609, alt 53 Jahre.

(Der Verfolg künftig.)

Bekanntmachungen.

I) Auf dem diesigen herrschaftlichen Fruchtspeicher ist eine Quantität .Hone aus der Hand parkhieweis zu verkaufen.

Giesen den 26ten Juiy 181t.

GroSherzogl. Hessisches Rent» Amt daselbst.

2) Im Saal des hiesigen SchieS- Hauses sollen nachstehende Sachen auS- gespielt werden:

i) Eine Repetir-Uhr von iZkarathi» gen Gold, nach der neuesten Fa§on; schlägt auf Federn.

2) Eine Tafel-Uhr, welche Stunden und halbe Stunden schlägt und repetirk, in einem Gehaus von Kirschbaumholz, reit Säulen von Ebenholz und Alabaster verziert. '

3) Eine Uhr von i8karathigen Gold, nach der neueste« Fa§on.

4) Eine silberne Uhr mir Datum-Zei- ger, der Unruh-Kloben auf dem Ziffer­blatt, mit feinen Miniatur-Gemälden.

5) Eine silberne Uhr.

6) Ein Pfeifenkopf von Meerschaum, beschlagen mit Silber.

7) 6 Stück silberne Caffee-Löffel, nebst Zucker - Zange.

8) Ein Paar Ohrringe von 18 karathi- geu Gold, mit Kreuzchen und Carniol» stein.

9)Ein Paar silberne Patent-Schnallen.

10) Ein Paar Ohrringe von 14 fort» thigen Gold.

11) Ein Paar dergleicheu, von gleicher Güte.

is) Ein Paar dergleichen, von glei­cher Güte.

13) Eiit Ring von ig karathigeu Gold.

14) Ein Ring von gleicher Güte.

15) Ein ^hrschlüffel von zgkarathigen Gold. 16)