Ausgabe 
14.7.1810
 
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) ILO (*

Bekanntmachungen.

1) Johannes, Johann Ludwig Wald- fchmitts zurückgelassener Sohn aus Fel- lingshaußen, welcher am 2zten Julii 1742 gebohren, und gegen 40 Jahre ab­wesend ist, oder dessen Leibeserben wer­den hierdurch öffentlich vorgeladen, um sich innerhalb 3. Monaten zu dem, un- ter Curatel stehenden, etwa Zoo Gulden betragenden Vermögen des Ersten so ge­wiß zu legitimiren; als sonst dasselbe an die hiesigen nächsten Verwandten aus­gehändigt werden wird.

Giesen am 2Zten Juni igic.

Grosherzogl. Hess. Land - AmK

F 0 l l e n i u s.

2) Künftigen Montag als den röten d. M. Nachmittags 4. Uhr, sollen die übrige Früchte auf denen von dem ver­storbenen Poftverwalter Kempf zurückge­lassenen Gütern, als Gerste, Erbsen, Hafer, Wicken, Kartoffeln:-, an den Meistbietenden versteigt werden. Lieb­haber hierzu können sich also um die be­stimmte Zeit an dem Schneiderschen Haus am Wlssecker Weg, wo der Anfang ge­macht wird, einfinden.

Giesen den rzken Jul. 1810.

Dietz.

3) Das dem Freyherrn von Wrede zustehende Guth zu Kleinlinden bei Gie­sen , wird auf Petritag ign. leihfällig, und soll

Donnerstag den rytenIulu vormittags 9 Uhr

in dem Guthshause zu Kleinlinden an­derweit auf 6 Jahre verpachtet werden. Es bestehet das Guth

a) in einem geräumigen Wohngebäude, nebst Stallungen und Scheuern,

b) in ohngefehr 100 Morgen Acker­land,

c) in iz 3/4 Morgen Wiesen,

(1) in 4 Z/4 Morgen Garten, e) in 8 Morgen Weide , und es eignet sich dasselbe durch die an­genehme Lage in der Nahe von Giesen, an der Straße nach Wetzlar, zum vor- theilhaften Absätze der Produkten, und besonders zur Wirthschaft, so wie auch andern vortheilhaften ökonomischen Ein­richtungen.

Pachtlustige können bei Unterzeich­netem nähere Auskunft erhalten, und nach vorgängiger Legitimation über ihre Zahlungsfähigkeit, zwey Tage vor dem Verpachtungs - Termine die Bedingun­gen einsehen.

Giesen den Löten Jun. igro«

Müller, Hofgerichts - Advokat und Procuralor.

4) Am lezten Gieser Jahrmarkt, den 4ten Julii, ist auf dem Wege von Giesen nach Steinbach, von mehreren Kühen, eine entlaufen, die aller Nachfrage ohn- erachtet, noch nicht har entdeckt werden können, und höchst wahrscheinlich noch im Wald herumirrt, oder aber von irgend Jemand aufgefangen und eingestellt wor­den ist. Sie ist dunkekroth von Farbe, hat eine weisse Blässe, etwas schief nach unten gebogene Hörner, und Haire beim Entlaufen ein altes, aber starkes Sei! um den Hals. Wer einige Nachricht da­von geben kann, zu deren Wiedererlan­gung verhilft, und es bei Ausgebern bald­möglichst anzeigt , bekommt vom Eigen- thümer sechs Krvnenthaler.

5) In Georg Friedrich Tasche's Handlung in der Sonne sind zu haben: gestikte mouslinene pilgerkrägen, lange neumodische seidne Ghawls, seidne Uhr­bandgen und weise Perlen verschiedener Gattung.

6) In