Ausgabe 
2.6.1810
 
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** ) §7 ( **

anzubnngen ithb liquid zu. stellen, als sonst sie damit nicht weiter gehört vielmehr der Nachlaß an die Erben auö- gehandigt werden soll.

Giesen den 24ten Mai 1810.

Grosherzoglich Hessisches Leib- brigadegericht daselbst.

V o n N a g e l, Amen d, Generalmajor. Staabsaudikeur.

7) Frau Majorin Scharnhorst von Wiesbaden läßt künftigen Dienstag den 5tenIuny, Nachmittags 2Uhr, in der Wohnung des Herrn Generalmajors von Nagel dahier, Möbeln, worunter Ca- napees befindlich sind, Bettzeug, Por- cellan, Zinn, Gläser, Küchen- und sonst allerlei Hausgeräthe, öffentlich ver­steigern. Giesen den 2Zte»Mai igio.

Amend.

8) Eine von Grewe in Mannheim verfertigte Flöttraverse von Eben­holz, welche mit Elffenbein garniret ist, und drey Mittelstücke nebst einer Pfropf- schraube hat, ingleichen eine Violin von Ste: ninger in Aschaffenburg nebst Futteral, welches verschlossen wer­den kann, sind zu verkaufen. Bei Aus­gebern dieses kann man erfahren wo.

9) Eine Parthie Korn, wie auch Erb­sen , ist auf dahiesigem herrschaftlichen Fruchtspeicher zu verkaufen, welches den Fruchtkäufern andurch bekannt gemacht wird. Giesen den 24fen Mai igio.

Grosherzoglich Hessisches Rent­amt daselbst.

10) Wegen mehrerer Nachfrage mache ich bekannt, daß ich wieder eine frische Parthie feines Darmstadter Spelzen- Schwungmehl, wie auch Spekzen-Gries- uiehl, oder Grütze, erhalten habe«

Bäckermeister Schiefer, auf dem Neuenweg.

11) Ein Kleiberschrank von Tannen­holz, mit zwo Tbnren und einem fran­zösischen Schloß, ,ft allhier zu verkau­fen. Wo? erfahrt man bei Ausgebern.

12) Zwei Stuben, eine Küche, zwei Kammern, in der 2ten Etage, Antheil am Keller und nörhigen Hvlzplaz, sind in der Mitte der Stadt zu vermiethen, und können künftigen Monat Juni be­zogen werden. Das Nähere bei Ausge­bern.

13) Ein junger Mensch von 17 Jah­ren , aus hiesiger Gegend gebürtig, wünscht dahier die Handlung zu erlernen, und erbietet sich zu Stellung einiger Cau- tion. Dos Nähere hierüber ist bei dem Universitäts - Billardeur Höpfner zu er­fahren.

Steckbrief hinter einen weiteren falschen Münzer.

In - und ausländische Behörden er­sucht man, auf den unten beschriebenen Jacob Lange spähen ihn im Betret- tungsfall arretiren und anhero lie­fern zu lassen.

Giesen den 2?ten Mai igio.

Grosherzogl. Hess. Criminalge- richt der Provinz Oberheffen.

G r 0 l m a n.

S I g n a 1 e m e 111,

Jacob Lange, von seinem Vater her gemeiniglich Krumpfote genannt, aus Weiperfelden gebürtig, ohne gewissen Wohnsitz, ohngefähr ZgJahr alt , mit- lerer Statur, bat ein schmales blasseö Gesicht, spitze Nase und schwarze Haare. Erhalt sich häufig auf Mühlen, als Mühlarzt, auf, und ist geschickt in aller­lei mechanischen Arbeiten.

In fi clem.

Merck.

Suh-