Ausgabe 
30.1.1808
 
Einzelbild herunterladen

) 18 (

Von Cometen.

( Verfolg.)

Er legt also die Berechnung und Ve-°- obachtung zum Grunde seiner Arbeit, und bildet den Himmel auf seinem Papier ab. Die Sonne setzt er beinahe in dem Mu- relpunkr eines Kraises der die Laufbahn der Erde vorstellen soll; über diesen wacht er einen grösern Krais für die Eciipkic, die Laufbahn der Erde rheilt er in ihre 12 Monate, in ihre Wochen und Tage, und die Ecliptic in ihre 12 Zeichen und Grade, Nun bemerkt er den Stand der Erde, welchen sie in den Tag seiner Be­obachtung hat , auf der gezeichneten Erd­bahn, und dem scheinbaren Stande des Cometen auf derEcliptic. Erweiß durch Hülfe der Mathematik, den scheinbaren Drt des Cometen m seinen wahren -Orr, auf dem Papiere zu versetzen , dessen Entfernung gemessen werden kann. Der Maae-stad aber wvrnach er sie mißt, ifr die Entfernung der Sonne von der Erde, welche in loa gleiche Theile aethcilr wird. Sv viel dieser kleinen Theile er die Weite des Cometeii von der Erde, auf seinem Papiere findet, so viel grose Theile ist der Comet am Himmel von ihr entfernt.

Findet er nun zum Exempel die- Entfernung des Cometen so gros, als die Entfernung der Venus von der Erde, und seine scheinbare Gröse halb so gros, als die scheinbare Grose der Venus; so wird ihm hierdurch bekannt, daß der Co­met halb so gros als die Venus sey. Der Comet 1670. ist 15 mal gröser als der Mond gesunden, folglich hat er nicht völlig den dritten Thcil von der Grose der Erde. In einer Entfernung von 23 Millionen Meilen von der Erde, war der Comet welcher sich zeigte, so klein, daß er kaum mit blofen Äugen ge­sehen werden konnte. Er erreichte aber- beinahe die scheinbare Grose des Mondes^

als er 12 Millionen- Meilen von der Erde seinen Stand hatte.

( Der Verfolg künftig, )

Ediktalcitation.

Nachdem? der Votenmeister Gros- herzoglicher Rentcammer dahier, Cancel- list Vogel, so viele Schulden conkrahirt, daß zu deren Berichtigung dessen Vermö­gen nicht-hinreichend ist, und dahero von GrvSherzoglichcm Hofgericht Unterzeich­netem zu Eröfnuna des Concurfes, nach zuvor versuchter Güte, der Auftrag er- th.eilet worden;, als werden all? dieje- nig?, welche an gedachten Botenmeister Vogel etwas rechtlich zu fordern haben, hiermit öffentlich vorgeladen, auf hiesi­gem Kanzleidau

Donnerstags den 28t?» April Vor­mittags yUhr

entweder in Selbstperson, oder hinläng­lich Bevollmächtigte zu erscheinen, ihre Forderungen richtig zu stellen, und sich des Versuchs der Güte, in deren Entste­hung aber der Eröffnung des förmlichen Concurfes widrigenfals nach Ablauf des Termins aber der Praclusion von der Con- curSmasse zu gewärtigem

Giessen den 22ten Jenner igog.

Vermöge Auftrags.

L0 e b er, Regierungö - Secretarius.

Bekanntmachungen.

1) Mittwochen den i7ien Februar I. I.. soll das in Daubringen liegende von Lahrbuschisch? Guth, bestehend

1) in einer sehr geräumigen und in gutem Stand sich befindenden Hof- raithe,

2) 3/4 Morgen Garten,. am Wohn­haus

3) 17 1/2 Morgen Ackerland

4) 5 1^2 Morgen Wiesen, ( der Mor­gen zu i6o9?utl)?n , und die Ruthe zu 18 Schn gerechnet) und

5) 13