— ) 174 ( —•
Von btt Groß e».
( Beschlus.).
Welcher Sterbliche aber vermag zu bestimmen , durch wie viel tausend Him- mel sich ein Geist schwingen müsse, ehe er dahin gelangt, wo die Allmacht ihren schaffenden Arm ruhen lassen^ dis er die Sphären erreichtderen Bewohner zur Rechten in die prächtige Schöpfung GorreS, zur Linken aber in ein itntnDs* Uches Nichts hinavschauen! In ein unendliches Nichts? Ja , jenseits der Schöpfung muß ein unbegrenzter, von aller Materie leerer Raum seyn Denn hätte das Nichts irgendwo seine Schranken, so müften diese Schranken etwas seyn, alles aber was ist das gehört zur Welt, und ist geschaffen. Zwischen Etwas und Nichts findet sich kein Mittel.
Was ist nun in der mächtigen Reihe die sich von der Monade anhrbr und sich mit de» Ausdehnung der ganzen Schö- pfung endigt, groß, und was ist klein? Wir Menschen sind zu kurzsichtige Richter, um hie etwas bestimmen zu können» Wir kennest die Schöpfung in einem viel zu kleinen Bezirk, als daß wir hinläng-- liehe Vergleichungen m,r andern Größen , ohne weiche nichts gros oder klein- ist, sollten anstelle» können; -Die Ameise ist klein gegen dem Menschen, undaros in Vergleichung-mit einer-Milbe. Was wir dem Nichts nahe finden, das würde- einer Milbe gros sevn. Nur derjenige- Geist, der sich zum Grundstauvchen dep Materie herunter senken , die kleinste Monade zwischen die zartem Cp-tzem semes- Mrkeis fassen, und- sich alsdenw in- dem unendlichen leeren Raum schwingen, und- seine- messende Schnur um d,e- ganze Schöpfung legen kann;, nur der ist vermögend zu bestimmen, ob eine Größe der Monade,, oder der ganzen Schöpfung,.
naher stehe. Der Mensch klebt an einem Punkte der Schöpfung an dem Erdball, und schauet auf die Geschöpfe herab, die kleiner als erfind, und zählt sie. Aber diele kleinere Geschöpfe verbergen sich in einer geringen Entfernung von ihm, in eine grenzloie Finsternis. Muth- los verlaßt er diele Gegenstände, und sein messendes Auge schauer über sich auf grösere Körper hinauf, hier erreicht er aufs höchste den Saturn, hinter diesem ist, ob er gleich tausend weit entlegene Sonnen glänzen sieht, alles „ne dicke Nacht für ihn. Er gleicht einem Schiffer, der sich inir seiner Barke auf dem ihm uferlosen Ocean befindet, die kleinen Wellen zählt, die der Westw,no zur rechten und zur linken über das Meer erhebt, und aus diesen gezählten Wellen schliefen will, ob er dem User zur rechten oder zur linken näher sey._
Von Cometen..
(Aus dem. 87ten Stück des Hannöver. SOftk gazins vom Jahr 1769.)
Unter den Gegenständen, die der Philosoph seiner Betrachtung widmet, ist anch der Comet ei» Vorwurf, der ihm unauflösliche Aufgaben verlegt, und ihn zum Erstaunen- zwingt., Nack» der gemeinen Bewegung des Cometen, scheint er die Erde sink der Sonne den Planeten und allen Sternen , in- 24 Stunden von Morgen gegen Abend zu umkaufen. Dieses aber ist ein bkoser Schein, welchen die wahre vier und zwaoziastündige Umwälzung der Erde um ihre Achse gegen Morgen verursacht. Nach seiner eignen wahren Bewegung, d,e dadurch sichtbar wird, daß er seinen Plaz. gegen die Sterne verändert, überschreitet er die Grenzen, die kein Planet überschreitet, und


