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Erklartmg des Unterschieds derweis-
Dem Vernshmen bähen sich urrter t>erfd)iebeiierjei Gestalten Perfoneu heimlich un Lande auf, weiche Soldaten, aygeiefsene llnrerrbanen und jungt Pur- lebe, unter allerlei Versprechungen. mW Vorspiegelungen, an sich zu locken und für fremden Kriegsdienst zu gewinnen suchen. Liese Leute sind — da Seins königliche Hoheit der Gcosherzog nlr? <?cnö* eine Werb - Concession für frem- den Dienst in Höchstlhren Staaten er- tbeilt haben — als wurklichs Schleich» Werber und EmbaucherS zu betrachten, weiche durchaus nicht geduldet, vielmehr überall, wo sie betroffen werden, auf- gegriffen und zur militawaefetzlichen pciu- i ich en Prozeßiruug gefänglich hier der eingeliefert werde« muffen. Es wird demnach sämtlichen höheren und niederen Beamten, Richtern, Mag'straken, Schuli helfen und Orrsvorständeü gern essen st aufgegeben und alle Unten bau en hiermit aufgefordert, daß sie au ft dergleichen schädliche Menschen nicht nur das schärfste Augenmerk verwenden und Jedermann von ihren Versüurnngen verwarnen , sondern daß sie auch jeden, der sich des Handwerks der Schleich - und Fa schwerberei verdächtig macht, sogleich zur gkianglichen Haft bringen und hierher ein liefern sollen. Hierbei wird demjenigen , welcher einen solchen Menschen anzeigen und die erforderliche Mitte! zu dessen Ueberfubrung angeben wird, ci-ne Belohnung von F u n fz i g Reichs- thalern hiermit zngesichert.
Darmstadt den 23, Jnny 1807., Auf A lle rh b ch sie «Special Ve fehl'.
Grosherzoa'ich Hessisches Ober, Briege - LoUcgiuin daselbst.
v. Weyhers. H 0 ff in a n 11, Sc'riba. " K.eku l.e..
heit und Gclehrs^mkcir.
(Verfolg.)
Zu grose Anhänglichkeit an ihre Lebensart, Unbekanntschaft mit dem . was gleichsam gegenwärtig und alltäglich,st, Sorglosigkeit für sich und die Iorigen, dies sind Schwachheiten, deren man so vkt die Gelehrten beschuldigt, aber es ist sehr gut, daß iolche Beschuldigungen nur Wenige treffeii, und baß, wenn sie auch von einigen wcriigen mit R-cht geitrn, diese gleichwohl im anbei u Betrachte mit Hintansetzung der Sorge für sich und die Ihrigen sich um das Ganze sehr verdient machen können.
Helvetms hält diese lächerlichen Fehler für die Seele eines geistreichen Mannes und ine mit , daß / da jede Wissenschaft alle »Fähigkeiten der Seele crfordere , etne solche Hartnäckigkeit, nach welcher man. sich auf eine Am von Wissenschaften so einfebrauft, daß alle, auch die. geringste Sorge, für irgend andere Dinge erstickt werde, ein uoihwendigev Bestandtbeil eines Genies feyn mnsse. Glück für die mehre sie n Gelehrten und für die Ihrigen , daß sie nicht solche Geister sind! und ich weiß nicht, rb man nicht das Schicksal eines solchen Genies, wenn es gleich Bewunderung verdient,, nicht mehr zu beklagen, als zu erheben Ursache habe. Ein Genie, ein 'chöpferi- scher Geist zu seich, ein Tröpsicm Ges Fel rfamhit, wie sich A lazagoras pedan- ti sch ans drückte ganzen Tonnen Reich- tbumer vorchziebe« , hierbei aber ein Sonder'in g und so unbekümmert um sich und feine Umstands zu feyn , daß der schöpfe- rische Geist sich und den Semigen Spott, Verachtung, bittere Armpth und Hu«-, ges erschafft; dies mag noch so hock) geachtet


