Ausgabe 
19.4.1806
 
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Vott

dee menschlichen Glückseligkeit, und den. Mitteln, sie 311. befördern.

(Verfolg»)

voraussetzen werde erhellet nun , daß eS zwey Wege gebe, glücklich zu werden, und ein dritter Weg scheint unmöglich zu seyn-

Der erste Weg, unfehlbar glücklich zu werden, ist dieser:

Man richte die Dinge, die uns in der Welt umgeben, und sich auf uns beziehen, so ein, daß sie mit unfern Wun» sch en und- Neigungen nbereni|timmen und man wird glücklich seyn,"

Ich bin versichert, daß niemand an der Wahrbeit und Uufebllurmr dreies Mittels zweifeln kann. Nur fürchte ich dageaen den Einwurf: Nur Schade, daß uns Gott nicht einen Theil ,einer All­macht verliehen hat; daß uns die Natur nicht zu Gebote sieben will, und auf nn- fern Wink die Veränderungen,. die wir wünfcheu, in der Welt nicht erfolgen n-ollni!. Ich selbst e>npfi»de ->>- Krasi «>-- ses Einwurfs, uub die ur rrberltetgllchen Schwierigkeiten, welche das angeführte Mittel zur Glückseligkeit begleiten. Und ich fürchte, daß auch meine Leser m dem angeführten Mittel viel Wahrheit, aber wenig Brauchbarkeit und Anwendung fin- den werden» Nur der könnte auf diesem Wege aus eigener Macht und Wahl glück­lich fer)u , von dem es mit Wahrheit beißt r Er spricht, und es geschieht; er gebeut, und es steht da. _ , *

( Die Fortsetzung folgt. )

Sind der Menschen Wünsche verkehrt und ausschweifend, so finden sie in ihrer Befriedigung ein verkehrtes und aus» schweifendes Glück, wovon uns das ge­meine Leben mehr Beyspiele vor Augew eil eit kann, als ein Menschenfreund Ur­sache-zu wünschen hat,, weil Glückselig­keiten dieser. Art sehr nahe mit dem Ver­derben verschwistert sind. Lenken sich unsere Neigungen auf Dinge ,, welche nur die Sinne oder, die Einbildung für Güter erklären; so genießt man in der Befne» diqung derselben eine sinnliche Gluck,e- ligkeit, oder ist in der Einbildung glück­lich. Gehen unsere Wünsche auf wahre Güter , so sehen- wir uns in ihrer Befrie­digung. wahrhaft glücklich. Ja selbst die Seligkeit der Gerechten in der Ewigkeit ist von- dem gegebenen Begriffe ttichr aus­geschossen. Denn waren nicht ihre Nei. gunqen und Wünsche so gereinigt und gebildet, daß sie mit den Gütern der se­ligen Ewigkeit übereinstimmten; ,0 konn­ten sie selbst im Himmel nicht selig fevn. Und- es ist einer der elndrtngendsien Gründe-, welche der Nothwcndigreit der Heiligung unserer Begierden das starrste Gewicht geben-kann und inuß, daß, wenn auch Gott ohne Hintansetzung seiner Ge­rechtigkeit ungeheiligten und ausschwei- fenden Menschen den Himmel schenken könnte, sie doch der Seligkeiten desselben unfähig seyn würden-. Die Schrift, son­derlich des alten Bundes, setzt in ihren. Verheissungen keinen andern - als dengel gebenen Begriff voraus..

Bekanntmachungen»

1) Alle diejenige, welche cn die Ver- lassenfchaftsmasse der dab.er verstorbenen Feldwebel Höhnin gearündele Ansprüche haben, werden hiermit aufgesorder, in dem Termin , Dienstag den 22lcn dieses. Ans diesem Begeiff. °° den Mensch, morgens. m,.

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