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Vott
dee menschlichen Glückseligkeit, und den. Mitteln, sie 311. befördern.
(Verfolg»)
voraussetzen werde erhellet nun , daß eS zwey Wege gebe, glücklich zu werden, und ein dritter Weg scheint unmöglich zu seyn-
Der erste Weg, unfehlbar glücklich zu werden, ist dieser:
„Man richte die Dinge, die uns in der Welt umgeben, und sich auf uns beziehen, so ein, daß sie mit unfern Wun» sch en und- Neigungen nbereni|timmen und man wird glücklich seyn,"
Ich bin versichert, daß niemand an der Wahrbeit und Uufebllurmr dreies Mittels zweifeln kann. Nur fürchte ich dageaen den Einwurf: Nur Schade, daß uns Gott nicht einen Theil ,einer Allmacht verliehen hat; daß uns die Natur nicht zu Gebote sieben will, und auf nn- fern Wink die Veränderungen,. die wir wünfcheu, in der Welt nicht erfolgen n-ollni!. Ich selbst e>npfi»de ->>- Krasi «>-- ses Einwurfs, uub die ur rrberltetgllchen Schwierigkeiten, welche das angeführte Mittel zur Glückseligkeit begleiten. Und ich fürchte, daß auch meine Leser m dem angeführten Mittel viel Wahrheit, aber wenig Brauchbarkeit und Anwendung fin- den werden» Nur der könnte auf diesem Wege aus eigener Macht und Wahl glücklich fer)u , von dem es mit Wahrheit beißt r Er spricht, und es geschieht; er gebeut, und es steht da. _ , *
( Die Fortsetzung folgt. )
Sind der Menschen Wünsche verkehrt und ausschweifend, so finden sie in ihrer Befriedigung ein verkehrtes und aus» schweifendes Glück, wovon uns das gemeine Leben mehr Beyspiele vor Augew eil eit kann, als ein Menschenfreund Ursache-zu wünschen hat,, weil Glückseligkeiten dieser. Art sehr nahe mit dem Verderben verschwistert sind. Lenken sich unsere Neigungen auf Dinge ,, welche nur die Sinne oder, die Einbildung für Güter erklären; so genießt man in der Befne» diqung derselben eine sinnliche Gluck,e- ligkeit, oder ist in der Einbildung glücklich. Gehen unsere Wünsche auf wahre Güter , so sehen- wir uns in ihrer Befriedigung. wahrhaft glücklich. Ja selbst die Seligkeit der Gerechten in der Ewigkeit ist von- dem gegebenen Begriffe ttichr ausgeschossen. Denn waren nicht ihre Nei. gunqen und Wünsche so gereinigt und gebildet, daß sie mit den Gütern der seligen Ewigkeit übereinstimmten; ,0 konnten sie selbst im Himmel nicht selig fevn. Und- es ist einer der elndrtngendsien Gründe-, welche der Nothwcndigreit der Heiligung unserer Begierden das starrste Gewicht geben-kann und inuß, daß, wenn auch Gott ohne Hintansetzung seiner Gerechtigkeit ungeheiligten und ausschwei- fenden Menschen den Himmel schenken könnte, sie doch der Seligkeiten desselben unfähig seyn würden-. Die Schrift, sonderlich des alten Bundes, setzt in ihren. Verheissungen keinen andern - als dengel gebenen Begriff voraus..
Bekanntmachungen»
1) Alle diejenige, welche cn die Ver- lassenfchaftsmasse der dab.er verstorbenen Feldwebel Höhnin gearündele Ansprüche haben, werden hiermit aufgesorder, in dem Termin , Dienstag den 22lcn dieses. Ans diesem Begeiff. °°„ den Mensch, morgens. m,.
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