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Einige Gedanken über Landessperren und Theurung der Lebens mitte!.

Landessperren werden angelegt, wenn entweder wirklicher vder> eingebildeter Mangel an Getraide, . sder sonstigen Le­bensbedürfnissen, in einem Londe herrscht, und man befürchtet, daß die Preductwn des einen Jahrs nicht bis zur Production, des andern hinreicht, nm die Untertha- ncn für Mangel zu fchüzzen.

Sie sind in diesem Betracht löblich und um so mehr nüzlich, wenn in nä­herer oder weiterer Entfernung Kriege wüthen, und kaufmännische Wucherer mir heißhungrigen Augen lauren, um, ihres Schnitts wegen, alles aufzukau­fen , und jenenchedrangten Gegcndeu zu­zuführen : und hieraus entsteht dann, »us vorher oft nur eingebildetem, wah­rer Mangel.

Allein, bewirket bann nun auch eine solche Landessperre Wohlfeile? Ich glaube das Gegentheil behaupten zu kön- 3ien, wenn nicht zugleich auch, mit die­ser, Wege eiugeschlagen werden, diele- «igen Bewohner der Städte, welche ibrö Lebensbedürfnisse nicht selbften erzielen, gegen eine fo schreklich drükkende Dheu- rung derselben, zu schüzzen.

Erböheter Ackerbau wird das erste und Hauptrezept seyn, unä fürwüklichem Mangel zu sichern: und deswegen finde ich h-er den schiklichften Ort, über Be­förderung desselben und über Tbeuruug, folgende schöne Stelle des Hrn. Prof, und Dr. Harl-) vorauszusch'ckeu::

Der Ackerbau , das he.ßt, die Be­förderung aller rohen Produkte ist

daher ans alle, mögliche Art zu befördern und anfzumuntern. Denn die Erde er» nalut itns alle um so reichlicherje bes­ser sie gebauet wird, und allgemeines Elend muß sich verbreiten, wenn ter Landbau nicht oder schlecht betrieben wird. Diesem Hebel ZN begegnen, muß das landwirthschaftliche Gewerbe nach Mög­lichkeit gehoben werden.-

Die erste und vorzüglichste unter allen Sorgen, .zur Gründung und Be» fördernng der Wohlfarth eines Staats ist unstreitig die Sorge für die Befrie­digung des unentbehrlichsten Bedürft nistes Zür Erhnitung des menschli­chen Lebens, die Gorge für Brod. Es gehört dazu nicht sowohl, daß wirk­lich soviel Getreide im Lande vorrathig sey, wie zur Erhaltung der Volksmenge, die sich darin befindet, durchaus erfor­dertwird, sondern auch, und was ge­wiß nicht weniger wichtig ist, daß dieser Artikel um- einen solchen Preiß zn be­kommen ist, daß ein jeder im Verhält- niß mit seinem Erwerb, daß selbst der Arme, wenn er nur arbeite« will, ihn zu bezahlen im Stand jey. Brodtheu- rung , wenn sie wirklich Vroduoth er­zeugt, ist gleich schrecklich, sie habe Ur­sachen, welche sie wolle, sie entstehe aus Krieg, oder aus mehrjährigem Miß­wachs, oder aus einer fehlerhaften Staats­verwaltung. Im ersten Falle wird man sie zwar mit mehr Geduld, undauehar- render Ergebung in das Cchiksal, das menschliche Kraft nicht hindern kann, er­tragen ; im leztern aber gewiß nicht ohne Murren, üble Veurlheiluug, und Troz gegen die Regierung erdulden. Tausende empfangen von ihren Sielleu die Besol­dung , welche vor drikthalbhundert Jah­

ren

c»n der gekrönten Preißschrist über die Frage welches sind die besten Ermunterungsmirtel zur Ausnahme des Ackerbaues,"