Ausgabe 
8.11.1806
 
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Nachricht--

Das bereits bestehende Verbots daß tzie Todren in den Häusern und Hauö- El>rn nicht zur Schau ausgestellt werden sollen, und daß wenn etwa em tobter Mensch wegen Mangel des Naums ln den Hausehru gestellt werden muß, sol­cher jederzeit ntit dem Secf cl des Sar­ges völlig zugettckt sevn solle, wird hier- nnt wiederholt und mit dem Aussigen bekannt gemacht, daß man die Kontra­venienten mit der in der Anordnung vom i8ten Octobr 1800. bestimmten Strafe von zehn Reichsthaler unnachsichtlich brelegen wird.

Giessen den 2ten Nov. 1806, Grsöherzogl. Hess. Polizeyde- putalion daselbst.

Bekanntmachungen.

1) Nachdeme des Juden Kaufmann Jo­nas von Wlsseck Ehefrau, Jüdin Beta, sich erklärt hat, daß sie nut ihrem Ehemann keinen gemeinschaftlichen Handel treiben, sondern sich in Rücksicht der von demsel­ben contrahirt werdenden Schulden ihre weibliche Wohlthmen Vorbehalten wolle; so wird solches hiermit öffentlich bekaunt gemacht , damit diejenige, welche mit ge­dachtem Juden.Kaufmann Jonas zu W>s- seck in Handels - und anderes Vetkehr zu treuen gesonnen sind, sich darnach benehmen können.

Giessen den r^ten Octbr. 1806, Großherzoglich Hessisches Stadt- Amt- daselbst^

Ra y ß.

2} Nachdem von Grosherzvglichem Stadtamt verfügt worden ist, daß meh­rere bei des Schuhmacher Georg Adolf Löbers Wittwe versetzte Sachen, weil solche, - der geschehenen amtlichen Auf- gäbe. ohngeachtet noch, nicht ausge löset

worden sind,, öffentlich an den Moisibke- tenden versteigt werden sollen , so bat man hierzu Termin auf Donnerstag den L/ren Novembr. d. I Nachmittags um 2Uhr anberaumt, und macht solches zn dem Ende hiermit bekannt, damit alle diejenige, welche auf diese Sachen, die meistens in Weiszeug und Weibokleidern bestehen, mitstergen wollen, sich an dein anberaumten Termin in dem Haus der Georg Adolf Köbers Wittib elnfu-.den können.- Giessen den Zneu Dct 18o6.

Dietz.

4) Dienstag den 2-;ten Nov. d. I. Morgens um bald 11 Uhr soll auf dem Rathbaus das ehemalige Hermann Ben- nerische Haus, welches an der Stadt- pforre neben dem Schreiner Wirth und Weisgerber Ockel liegt, und dermalen der Beckermeister Schmidt besiht, unter denen bei dem Verstrich noch bekannt ge­macht werdenden Bedingungen öffentlich an den Meistbietenden versteigt werden.

Giessen den z iten Nov i£.o6 Dietz.

5) Es ist am Mittwoch, als den Zten dieses, Abends, von der Stadt- kirche an bis über den Markt hin, ein schwarz seidener Arbeitsbeutel, worum sich ein kleines Stammbuch, ein Sack­tuch von weissem Batlst-Möuselin, K.v. I. gezeichnet, und ein Paar lederne Frauenzimmer-Handschuhe befanden, her* lobren gegangen. Wer solchen gefunden, und bei Ausgeber»» dieses Blatts abgiebt, erhalt eine»» Reichsthaler Douceur.

6) Es ist in dem Krieaerschen Hause ein angenehmes Zimmer fernen heraus auf die Strafe, für einen ledigen Herr»» oder sonst für eine stille Person , zu ver- miethen. Das Nähere kann mnit im H§use. selbst erfahren. Zugleich wjrd be­

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