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Nachricht»
Se. Lsndgrafiiche Durchlaucht haben guadigst zu verordnen sich bewogen gefunden, daß, so wie in den meisten Staaten Deutschlands, j« welchen durch Anlage und Unterhaltung öffentlicher Bibliotheken für die Beförderung der Wissenschaften und literarische Unterstützung der Staatsdiener und Literatoren gesorgt wird, hinsühro auch in Höchst- dero Landen alle Buchhandlungen von ihren eigenen Verlags-Schriften, sowie alle innlandische Schriftsteller von ihren im Druck erscheinenden Schriften , drey Exemplarien, und zwar Eins für Höchst- dero Hofbibliothek im Zürstenthum Starkenburg, zu Darmstadt, Eins für Höchst» dero Universnäts - Bibliothek im Oberfür- sienthum Hessen zu Giessen, und Eins für Höchstdero Bibliothek im Herzogthum Westpbalen zu Arnsberg ein senden — und nicht eher weder im Inn - noch im Auslände eine Anzeige desfalls Stakt sinden solle, bevor von den Bibliothekaren gedachter Laudgrafl. drey Bibliotheken ein Empfang chein über das einge- fandke Exemplar ausgestellt worden.
Bekanntmachungen.
i) Auf freiwilliges Ansuchen der Gebrüder Schneider und Höpfner, soll
Dreustag den 27ren August Nachmittags Zwei Uhr bei Herrn Raths- schöff und Bauinspektor Ferber auf dem Markt dahier, die von denen Gebrüder Schneider und Höpfner bisher in Gemeinschaft besessene, ohngefäbr einen guten Flintenschuß von der hiesigen Stadt an der Wallpsörter Chaussee gelegene Puder- und Starkfabrik, uebst allem Zu- gehör, und zwar
i> ein 40 Schuh lang und zo Schuh breites rstöckiges Haus, worin 6 Stuben, s Kammern nebst Küche-
und das auf gleicher Erde zur Starkmacherei, im ersten Stock zur Wohnung und in dem zweiten Stock zum Troknen eingerichtet ist, nebst geräumigen Hof und guten Brunnen,
2) eine Roßmühle zum Puvermahlen nebst dabei befindlichem Trott zum Austretten,
3) Stallung für zwei Pferde und 30 Schweine, nebst Hvlzschoppen und Heuboden, wie auch
4) ein dabei befindlicher ohngefähr einen Morgen haltender Garten und Wiese, wovon jährlich 2;/8Mcsten ständig Korn zur Landgraf!. Kellerei, 11 Alb. z i/4Pfenn. Ains au das hiesige Hospital, und zAlb. 6i/2Pferin. Ains an die Herrische Erben entrichtet wird , übrigens aber zehndfrei ist;
sodann den darauf folgenden Donnerstag als den 2yten August, Nachmittags um 2 Uhr und zwar in besagter Pudersabrik selbst:
1) ein Zugpferd nebst Karrn und Geschirr,
2) ein noch wenig gebrauchtes vollkommenes Reitzeug mit deutschem Sattel,
3) ein Kesselchen von Eisenguß,
4) 23 Stück ohngefähr 4 Obm haltende , Bütten mit eisernen Reifen gebunden,
5) ohngefähr 20 Zentner neues Heu,
6) ohngefähr 5 Klafter Holz, unter denen bei der Vergantung noch bekannt gemacht werdenden Bedingungen öffentlich an den Meistbietenden versteigt werden. Liebhaber hierzu können 2 Tage vor dem Verstrich alles in Augenschein nehmen, sodann in tennino nach Gefallen mitbieten.
Giessen -en 24ten Iulii 1805.
Dietz.
2) Ein


