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Dir Srugalität«

(Verfolg.)

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Die Fruga li tät h asset d en übertriebenen Geschmack am

A u s l a n d i sch e n.

Ist nicht das mehreste Ausländische überflüssig 3 Tische, Commode und an­dere Hausgerarbschaften von Mahago- nybolze, wozu nützen sie vor denen, welche aus unserm schönen, dauerhaften Holze verfertigt werden? Sind nufere Eichbaume, Nußbaume, Dirn - Pflau­men- Aepfel - Lindenbäume, nicht hin­länglich, unsere Bedürfnisse an Hausge- ratbe zn befriedigen 3 ist der Thee der Chineser besser und gesünder, als der, welcher von inländischen Kräutern berei­tet werden kann, oder hat er seinen Vor­zugs vielmehr von unfern Vorurtheilen erborgt? Ich bin versichert, daß wir dem Coffee der Indianer ein inländisches Ge­wächs an die Seite fetzen könnten, daS ihn entbehrlich machen konnte, wenn wir es der Mühe werth achteten, einem fezt nolhwendigen und sich immer ver- grösernden Aufwande aller Familien ab­zuhelfen , der uns um bedeutende Sum­men bringt. Wenigstens bin ich mehr als einmal in der Einbildung Coffee zu trinken, ohne Bewusifeyn meines Jrr- thums betrogen worden, und ich stelle mir vor, daß diese Kunst, die Einbil­dung zu hintergehen, bereits in manchem Wirthshause wohnet, und daraus erler­net werden könnte.

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Der Frugale bestrebt sich, fo viel möglich sich selbst ges «ug zu seyn, rind in sich

selbst ugd in seiner W irth- schäft die Befriedigung sei­ner Bedürfnisse zu finden.

Es würde der menschlichen Natur zu Viel Ehre seyn, wenn ich dies im streng­sten Verstände und ohne Ausnahme be­haupten wollte. In diesem Cmne ist die Genügsamkeit an sich selbst -ine Vollkom­menheit nur des Allervollkommensten. Jch sage daher nur: der Frugale bestrebt sich, so viel möglich, und zwar in häuslichen Dingen, sich selbst genug zu seyn. Wer siebet nicht, dass dies den Characrer des Frugalen sehr erhebe? Wäre es mög­lich, daß der Frugale sich selbst Arzt, Apotheker, Sachwalter, und alles übrige, wozu wir der Dienste anderer Leute be­dürfen, seyn könnte, so würde er es seyn. Sein Fleiß, sein Nachdenken, ist wenig­stens dahin gerichtet, anderer Leute fo viel zu entbehren, als immer möglich ist. Was er in seinem Hauswesen zu seinem Zwecke dienlich findet, das wird er mit einem wahren Vergnügen dem Fremden und Gekauften verziehen. Ein selbst zngezogenes und 'zugerittenes Reitpferd ist ihm weit angenehmer, als ein gekauf­tes , das von andern die ganze Schule gelehret worden ist. Das Fleisch eines auf eigener Weide fett gewordenen Och­sen , ist ihm. schmackhafter als das, waS er aus Jütland verschreiben könnte. Sieht er sich gezwungen, für manche Bedürfnisse auswärts Rath zu suchen, fo. trachtet er doch dagegen etwas zu ver­tauschen, was ihm feine eigene Wirth- schäft geschenket hat, und was er füglich entbehren kann. Muß die nahe Stadt ihm verschiedene Notbwendigkeiten des Lebens liefern, fo bemühter sich, ihr dagegen an ländlichen Produkten, an Leinen, Flachs, Früchten, Vieh, soviel wieder zu liefern, daß er entweder nur getauscht hat, oder noch einen Ueberschuß behält,