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Die Frugalitat.

(Verfolg.)

Wir haben in unfern Zeiten unenb- !ich viel und zusammengesezte Bedürf- «isse, je nachdem wir immer weiter von der Natur und Wahrheit abgewichen sind, und Vorurtheile, verderbte Sitten, und ausschweifende Begierden zu unfern Füh­rern angenommen haben. Unser Essen und Trinken; wie zusammengesetzt «nd gekünstelt ist es? Wie viel gehört dazu, nach der Mode unserer Zeit satt zu werden? Unsere Kleidung; welch ein Chaos von Seide, Wolle, Linnen, Haaren, Fellen, Stoffen, Farben und Gestalten? Unsere Ruhe, was erfor­dert sie an Barchent, Leinen, Federn, Daunen, Decken, Kissen, Pfühlen, Ge­stellen und Umhängen? Unsere Woh­nung ; welche zusammengesezte Be­dürfnisse sezt sie voraus, welch eine Menge von G- rathschaften? Müste sich nicht ein wohlhabender Römer bei Anrichtvng ei­nes Hauswesens unserer Art, allein an Gerätschaften arm kaufen, welche nur eine wohl eingerichtete Küche erfodert? Ein Mann, dessen Glücksstand sich nei­get, und dessen Familie der Zusammen­kauf ungeduldig werdender Gläubiger, ein hartes Schicksal drohet, kann alle­mal leine Frau, wenn ihr ansehnlich Ein­gebrachtes verzehret ist, trösten, wenn er sagt: Halte dich an die Gerathschaf­ren, das Haus ist voll! Wir legen also unsere Kapitalien zum Dienst des Ueber- fluffes an. Nur Schade, daß wir dabei oft nenuzig an hundert verlieren. Es ist offenbar, daß wir ohne Abbruch un­serer Glückseligkeit, ja mit Beförderung derselben, mir weit Wem gern, anskom- men könnten, als wir jezr wirklich brau­chen.

(DerVerfolg künftig.)

Bekanntmachungen.

i) Montag den 8ten April und fol­gende Tage, werden in dem hiesigen Burggraffake verschiedene Hauögeräth- schaften, bestehend:

a) in reichen Kleidern für Herren und Damen, und mehreren andern Garde­robe - Sachen,

bS ganzen Tafel - Kaffe - Thee-Ser­vices von Ostindischem und anderen Por- cellain, dergleichen Figuren, Gruppen, Urnen und einzelnen Stücken,

c) Lultre , Pokalen, und anderem Glaßwerk,

d) reichen auch seidenen Tapeten, und Damast von verschiedenen Farben,

e) reichen Betten,

f) Tafelweißzeug,

g) Wanduhren,

h) kostbarenund ordinairen Gewehren, i) einem qsitzigen Wagen, und einem französischen zu 2 und 4 Räder gerichte­ten mit Vache und 2 Pferdegeschirren versehenen Capriolet, samt andern mehreren Sachen an den Meistbietenden gegen gleich baare Be- zaluug versteigert werden, welches den Kanfliebhabern anmit zur Nachricht be­kannt gemacht wird. Burg Friedberg den 2yten März 1805.

Von Reichsgräfl. Bassenheimi- fcher Kanzlei wegen.

2) Man macht hierdurch zu jeder­manns Nachricht bekannt, daß künfti­gen Dienstag , als den yren d. M. und die darauf folgende Täge, Rachmiltags- um 2 Uhr, in dem Haus des Kaufmann Bersch auf dem Kreuz, geschälte Gerste von verschiedener Art, Reiß, geschalte Hafer, Hirschen, kleine und grose Ro­sinen, spanische Nudeln, dürre Zwet- schen, Kleesaamen, Stockfisch, Lapper- dan, Häringe, Zucker von verschiedener Qualität u. dgl. m, gegen baare Zah­

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