Die Frugalttat.
(Verfolg.)
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Der Frug a le weiß die natürlichen und wahren Bedürfnisse von den falschen und eingebildeten zu unterscheiden.
Hierin liegt der Grund des vorhergehenden. Was Wunder daß der Frugale wenig nöthig hat? Seine Tafel ist leicht besetzt, weil er Essen und Trinken nicht als einen Dienst der Eitelkeit und Wollust, sondern der Natur ansteht. Daher darf er Speisen und Getränke nicht ans fremden wandern verschreiben, sondern findet sie schmackhaft und dem Iweck der Natur qemas, in seinem Garten und in seiner Wirrhschaft. Seine Ruhe ist leicht befördert, weit er sie als eine Erholung von Arbeiten allenthalben findet, da sie den Müsiggänger auch in Betten von Pflaurrisedern mit weichem ArlaS um- hangen, fliehet. Sein Haus mit Meu- blen Zu versehen, setzt ihn nicht in die Verlegenheit, darin wir manchen Anfänger erblicken, welcher den vor sich gebrachten Vorrath an die Auszierung der Wände, und an die Ausfüllung der Zimmer, Börte und Schranke verwendet, und denn fragt: woher nun Essen und Trinken, und Anlagen zu künftiger Nahrung?
O wie viel Vergnügen liegt äusser der Ersparung in der Ausübung dieser Vorsicht der Frugalität, nur auf die wahren und natürlichen Bedürfnisse des Gebens zu sehen! Wenn wir unsere Mahlzeiten nach so v-el Schüsseln zählen, als die Verschwendung Gange dazu erfoderr, und bei jeder Gasterey nur die üb er flüssigen Gerichte Zurückbleiben ; wie viel würde dadurch int Ganzen ersparet werden, hin und wieder eine Thräne eines
Elenden abzuwischen, einen. Hungrigen zu erquicken, einen nagenden Kummer eines Unglücklichen zu 'stillen, und sein Gut zu wahrhaftig göttlichen Endzwecken anzuwenden? So aber bleiben bei der unfrugalen Lebensart unserer Zeiten, auch dem Wohlhabendsten wenig Mittel übrig, sich himmlische Rübe auf dein Todbette zu stiften , und sich alsdenn über das Bewustserui verrichteter Liebeswerke freudig zu beruhigen, wenn man sich der Zeit nahet, da in richtiger Vergeltung aller Arbeiten auch kein Becher kaltes Wasser übersehen werden soll, der einem elenden Mitbruder zur Erquickung gereicht worden ist.
Es ist ein Vergnügen, und eine Pflicht der Menschlichkeit, gesellig und gastfrei zu seyn. Wer kann heutiges Tages dieses Vergnügens ohne ausserordentliche Beschwerung geniessen ? Die Mahlzeiten, welche der Mittelstand nach dem gegenwärtigen Geschmacke giebt, müssen auf Jubelfeste, auf Geburtstags- und Kindtaufsfeiern, und ähnliche seltene Gelegenheiten eingeschränkt bleiben, wenn er nicht darüber verarmen soll. Wie oft könnten wir wicht hingegen vergnügt mit einem Freunde zu Tische sitzen, ohne nnS zu Grunde zu richten, wenn wir frugal, und mir 2 oder 3 ausgesuchten Schüsseln uns begnügen könnten.
(DerVerfolg künftig.)
Bekanntmachungen.
1) In des Cchutzjuden Eli Nathan Behausung zu Kirchgöns, ist in der Nacht vom 2i. auf den 22ten dieses MonatS durch gewaltsamen Einbruch neben mehre rem unbezeichneten Weiszench, Tisch- tüchern, Betttüchern, weisen Halstüchern, Weibs - und Manns Strümpfen, Manns - und Kinder - Hemder, auch 6. Weibshemder mit dem hebräischen Na- Men Jübek bezeichnet, ein rothes sei- -' r 4 denes


