Ausgabe 
22.9.1804
 
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Von

der Erde insbesondere.

Von den U n eben Heiken auf dem festen Laude.

( Verfolg.)

Man findet selten einzelne Berge auf dem flach.n Lande, denn gewöhnlich lie­gen mehrere in einer Reihe riebeneinan, der und bilden ein Gebirge oder eine Bergkette, von welcher gemeiniglich ein­zelne Zweige oder Äeste abgehen, und kleinere Gebirgreihen abbilden. Die Hanptgeb-rge bestehen ans Klippen und stehen glaublich alle in Verbindung un­ter einander, so daß sie an vielen Orten unter dem Wasser fortgehen, zu welcher VermuthuugInseln, Klippen und Sand­bänke im Meere zwischen einander geqeu- überstehenden Vorgebirgen Gelegenheit geben.

Die äusserliche Gestalt der Berge ist sehr verschieden. Der Fns eines Berges ist mehr oder weniger abhängend, öfters mir Erde bedeckt, wodurch Klippen her- vorsteheu , welche den Gipfel bilden; die­ser wird nach und nach schmaler, uuddie höchste Spitze desselben hat lotbrechte Seiten. Auf manchen Bergen befinden sich Klüfte und Durchfahrten oder Pfor­ten, welche steile Wände haben. Manche Berge sind oben mehr oder weniger ab­gerundet, und machen daselbst zuweilen ein ebenes Feld aus. Einige Gipfel ha­ben mit Gestalten von Dingen eine Gleich­heit, die aber nur eine starke Einbil­dungskraft hervordringt.

Die Höhe der Berge ist sehr ungleich. Unter den Europäischen Bergen sind die Schweizerberge die höchsten. Asien und Afrika har auch hohe Berge. Aber die höchsten Berge der Erde hat Amerika um den Aegnat-w herum, darunter die vornehmsten sind: derPichincha, Coras-

son, Chussalong, und Ebimborasso, wel­cher leztere der höchste Berg aus der uns bekannten Erde ist.

Liese erwehnten Unebenheiten auf der Erde bedeuten dennoch nichts gegen die Grose der Erde, und benehmen der­selben nichts Beträchtliches an ihrer Rundung.

Von den kleinen Gewässern der Erde.

Auf dem festen Lande befinden sich Bache und Flüsse, die wieder in grose Flusse zusammenfliesen, bis sich diese zu- lezr in das Meer ergiesen. Diese Ge­wässer entspringen aus CjufUfti in hohen Gegenden der Erde, aus und nm Bergen, und da diese Quellen beständig eine so be­trächtliche Menge Wasser geben, so fragt sich, woher sie ihr Wasser bekommen?

Regen und Schnee geben einen be­trächtlichen Tbeil desjenigen Wassers her, das aus den Quellen fliest, und manche Quellen haben ohne Zweifel ihren haupt­sächlichen Ursprung von diesem aus der Luft niederfallenden Wasser , weil sie beim Mangel des Regens gänzlich ver- troknen. Man ist nicht berechtigt alle Quellen nur von dieser Ursache herzulei­ten, da verschiedene derselben das ganze Jahr hindurch gleich mel Wasser geben, und einige bei rrokuer Witterung mehr als bei nasser, ja einige zur Regenzeit gar kein Wasser geben. Es befinden sich auch auf hohen Bergen beträchtliche Quellen die viel mehr Wasser geben als Regen und Schnee zu unterhalten im Stande seyn würden.

(Der Verfolg künftig.)

Bekanntmachungen.

I) Es vermißt Jemand in Darm­stadt seit einiger Zeit eine goldene Uhr, und har Ursache zu vermuthen, daß sie sich gegenwärtig in Giesen befindet. Sie

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