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Von der Erde insbesondere, (Verfolg.)
Vom Meere.
Die niedrigsten Stellen der Erdoberfläche sind mit dem Meere bedeckt, ans rvelchem das trokne Land dergestalt her- vorragt, daß es an dem Meere am nie» drigsten ist, und nach der Mrrte des Landes hin immer höher wird. Wenn das Meer eine Streck? in das feste Land Hineingeht, so bildet es einen Meerbusen. Der vornehmste ist das Mittelländische Meer, welches durch die Meerenge oder Strafe von Gibraltar mit dem Meere selbst zusammenhängt. Täglich fliest durch diese Meerenge eine ansehnliche Menge Wasser aus dem Meere in das Mittelländische; hiezu kommt noch die Menge des Wassers von Flüssen, die sich in das Mittelländische Meer ergiesen: und doch spürt man keine Annahme des Mittelländischen Meeres. Die Naturforscher nehmen deswegen au, und die Erfahrung bestätiget es, daß das Wasser in der Tiefe der Meerenge gerade den entgegengesezten Weg des ober» Wassers gehe.
In der Tiefe des Meeres bemerket man einen ansehnlichen Unterschied. Man erforscht sie mit dem Bleiwurf oder Senkblei, und findet sie gewöhnlich zwischen 360 und 900 Fus.
Was die Beschaffenheit des Meer- bvdens anbetrifft, so ist sie völlig wiedie- jenige der Oberfläche des festen Landes. Es entspringen Quellen auf Vem Grunde des Meeres, und Berge, Thaler und Ebenen wechseln daselbst mit einander ab.
Das Meerwasser ist im Geschmak salzig und bitter, welches den Seefahrenden viel Unbequemlichkeit verursacht,
Die Salzigkeit des Meerwassers wird desto starker, je.naher man zu dem Aequa- ror oder der Linie kommt, bei den Polen L es am wenigsten gesalzen, auch ist das Wasser ui der Tiefe salzigter und bitterer als oben. Woher diese Salzigkeit und Bitterkeit deö Meerwaffers komme, ist von den Naturforschern noch nicht ausgemacht. Einige halten für wahrscheinlich , daß das Salzigte desselben von Salzbanken und Salzquellen auf dem Grunde des Meeres herrühre, die daS Wasser nach und nach anfiöse; und eine schon alte Meinung ist, daß das Salz täglich m dem Meere selbst durch die Wirkung der Sonnenstrahlen hervorgebracht werde, Da das Meer so vielerlei fremde Tbeilchen von seinem Boden auflöset, auch viele Thiere und Gewächse in demselben verfaulen, und so mancherlei Flüsse sich in dasselbe ergiesen, sö läst sich daraus der besondere Geschmack deS Meerwassers zureichend erklären.
Die Farbe des Meerwasserö ist sehr verschieden, und oft ist dieselbe in einer? lei Wasser nach zufälligen Umständen veränderlich.
Das Meer keuchtet zur Nachtzeit, sowohl men ui es stille ist , als auch wenn es sich beweget. Woher dies Licht komme, ist noch nicht hinlänglich bekannt. Im Meere befindet sich eine unzählige Menge von Insekten und Gewürmen, und die meisten Leuchtungen verursachen dieselben. Aber nicht immer kann dieses Licht von dergleichen Insekten herrühreu.
Von den Unebenheiten aufdem festen Lande,
Auf dem festen Lande befinden sich beträchtliche Ungleichheiten, welches uns der Wasserzug oder Lauf der Flüsse sehr deutlich lehret, da das Wasser seiner Natur nach aus den höher» Gegenden des
Erdbo-


