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Von Wetterbeobachtungen, und der daraus zu schliessenden Fruchtbar­keit des Jahres.

( Verfolg.)

Eben so weiß man mittelst des Wär- ruemessers die Grade der Warme, welche znr Aufbewahrung ausländischer Ge­wächse zum Anskriech.cn der Seidenwür- wer, zur Gährung des Biers und deö Mostes, zur Absonderung des Rahms, oder des Fetten der Milch erfordert wer» den; durch ihn kann man die Tempera­tur des Krankenzimmers genau bestimmen.

Zu den nnzlichen Instrumenten, vez- möge weichender Landwirth die Witte­rung zu bestimmen im Stande ist, gehö­ret auch das Hygrometer, oder die Wer­terwage: mittelst dieses Instruments kann man die feuchte oder trockne Luft ange­ben; man kann z. B. wissen, ob ein Zimmer trocken genug sey, um darin Ge- traide, Sämereien, Obst, geräuchert und gesalzen Fleisch, Schmalz, Butter und dergleichen, auf lange Zeit zu be­wahren.

Mittelst erwähnter Instrumente kann man also Wind, Regen und schönes Wet­ter, Hitze und Kälte, Feuchtigkeit oder Trokne,/ziem!ich -bis zur Gewisbeit vor- anssagen; es giebc Umstände in der noch lange nicht genug ergründeten Natur auf die ein aufmerksamerLandwirth allerdings Acht geben muß. eo hat die Erfahrung gelehrt, daß der Mond auf Die Veraude- rrrng der Luft, auf die Witterung selbst, aut Erde und Wasser Einfluß habe. Wer Wird das legiere laugnen? da es bekannt ist, daß Ebbe und Flut des Weltmeers durch die Einflüsse des Mondes bewirkt werden ? Wer wird dem Monde einen Einfluß auf unserer Erde absprechen, der sich aus Erfahrung überzeugt har, daß im Voll- und Neumonde große Verän­

derungen in der Witterung hervorgebracht werden? Man schließt daher nicht un­recht, daß wenn derVoll- oder Neumond bei regnichter Witterung keine Verände­rungen hervorbringt, es noch lange reg­nen werde, und umgekehrt, daß wenn diese bei anhaltender Trockne mit schönem Wetter ejntres.cn, es noch lange nicht regnen dürfte. Die Mondsvierrel brin­gen weit weniger Veränderungen hervor. Noch beträchtlichere Abwechselungen itt dem unfern Erdkörper umgebenden Dunst­kreis verursachen die Erdnähen und Erd­fernen des Mondes: erfahrne Männer haben bewiesen, daß die Erdnähe deS Mondes gewöhnlich mit schlechtem , h-m- gegen die Erdferne desselben mit gutem, Wetter verbunden-sey. Seeleute schies­sen aus der Zeit deS nahen Neu - uut>r Vollmondes, und aus der Erdnähe.des­selben. fast mit Gewisheit auf Sturm. Nach dem UmloufJber Erdnahe und Erd­ferne des Mondes haben -die Jahrgänge- mit ihrer Witterung eine Periode von acht und neun Jahren. Man schliesset daher alle nenn Jahre auf einen harte» Winter.

Besonders wichtig für den Wetterbe-r obachter sind die Voll- und Neumonde kurz p-or oder nach .den Nachtgleichen; (Aequinokzten hier bestimmt sich das Wetter gewöhnlich-für das ganze darauf folgende Halbe Jahr. So soll auch -der vierte Tag nach dem Neumond sin sehr richtiger Wetterpropbete. senn. Klare, spitze und deutliche Mondshorner an die- fern Tage verkündigen gutes Wetter für den größten Tbei! des folgenden Monats, krübe und stumßfe Hörner aber das Ge- gentheil. ......

(Der Verfolg künftig.)

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l) Da man die, durch vorherige fluche Bekanntmachung aufden27ten

März